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Dez. 24

1427

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1426 wirdigen und durchlüchtigen fürsten unser herre die kurfürsten uf dem Ryne vor handen hånd, dadurch dem gemainen koufman merkliche schaczung zůgezogen wurde, und darumbe ouch von den stetten beschlossen ward daz man darzů tůn sålte daz die ieczigen rinischen guldin die ieczo werung sind beliben und man die andern guldin ieglichen in sinem wêrte dabi nåme; und von Venediger vårte wegen als die von dem vorgenanten unserm herren dem künig aber verbotten ist månglichem handlung und gemainschaft mit in ze haben und ze triben etc., darumbe dem vorgenannten Paulus von Boppfingen nåchste och empfolhen ward der stette mainung an die egenanten von Nuremberg ze bringen als er denne ouch getän hät. und also händ uns denne daruf die ieczgenannten von Nuremberg geschriben und ainen tage gen Eẞlingen uf den sunnen- 10 Jan. 12 tag nach dem obrosten tage der wihennåchten zenächste ze nacht geseczet, als ir denne daz an irs briefs abschrift hierinne baß merken mügent. nu als wir verstanden, daz si von den Rinischen stetten allain Frankfurt darzů berůffet händ und mainent daz die andern mit den fúrsten zů vast beladen sin súllen: da mainen wir, das Strauspurg Basel und die andern stette im Elsässe in Bryßgow und unz gen Spyr der fürsten un- 15 beladen sien, also daz si zů den sachen ouch billich und wol ze berüffent wêren. wie aber aller sachen gelegenhait si, so wöllent ouch nicht lassen ir vertigent iúwer bottschaft mit vollem gewalte iúwer mainung umb die baide stuke also uẞ daz der tage nach notdurft ze suchen beseczet werde. so ist uns denne ain schrifte von dem obgenanten unserm herren dem künig uf den wolgebornen unsern herren von Luppfen 4 20 und och von demselben unserm herren von Luppfen 5 kommen, die gemainen stetten zugehöret und der abschrift wir iuwer lieb hierinne och verschlossen senden, an der ir wol vernement waz uns stetten geschriben ist, unser erbern und volmächtigen bott1427 schaft zů Meincz uf sunnentage nach unser lieben fröwen tage liechtmiẞ zenächste ze haben zů ainem anslag ains gezogs gen Beheim wider den unglöuben und der måter 25 der hailigen cristenhait ze sterkung und voran gott dem herren ze lobe. [Weiter wird auf die Tagesordnung gesetzt: eine Angelegenheit Rotenburgs, Biberachs, Eẞlingens; die Verlängerung des am kommenden 23 April vertragsmäßig zu Ende gehenden Schwäbischen Städtebundes; der Wunsch der St. Georgen-Ritterschaft zu den Städten in ein Bundesverhältnis zu treten; das Begehren Augsburgs in den Schwäbischen Städtebund 30 aufgenommen zu werden; und endlich die Bereinigung der Rechnung der Städte. Dann wird geschlossen:] und umb daz alles manen wir úch ernstlich und vestenklich trúwen eeren und aids und wes wir úch denne in alle wege ze manent haben, daz ir nicht

Fbr. 9

6

a) Voilage Strausprug; mit dem in der Vorlage über dem ersten u stehenden Vokalzeichen wissen wir nichts anzufangen.

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1 Die stets gespannten Verhältnisse zwischen König Sigmund und Venedig waren für den Handel der Deutschen Städte in hohem Grade störend. Man vgl. RTA. 7, 359f. und 8, 301 sowie Finke K. Sigmunds reichsstädtische Politik 1410-1418 (Tüb. Diss. 1880) S. 60f.

2 Von der Mission des in unseren Akten häufig genannten Nördlinger Bürgers Paul von Bopfingen an den Markgrafen von Brandenburg in Sachen des Landgerichts des Burggrafthums Nürnberg ist in dem ersten (bei uns nicht abgedruckten) Abschnitt vorliegenden Briefes die Rede.

8 Das Konzept des hier angezogenen Briefes ist in Nürnbg. Kreisarch., vgl. S. 9 nt. 5.

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10

Dez. 24

1427

Jan. 3

lassent ir siczent berätenlich in iuwern råten úber alle und ieglich vorgeschriben stuke 1426 und sachen daz nuczlichest und beste in ir iedem fúrzenemmen, und sendent ouch denne darumb iuwer erbern und wisen bottschaft iuwers räts mit vollem gewalte umb alle stuke zů uns her gen Ulme uf den fritag ze nacht nach dem hailigen ewichtag des 5 núwen ingenden jars zenachste und empfelhent der enmornens zů den sachen ze siczen, daz dem allem und ir ieglichem nach nucze und notdurft der stette und des lands ende und uẞtrag gegeben und gemachet werde. und sind ouch uf den aide daran nicht sfimig, wan des ist ain sundre notdurft. geben uf aftermêntag vor wihennåchten 1426

anno domini etc. 1400 vigesimo sexto.

[in verso] Unsern besundern gåten frŵnden den von Nördlingen.

Dez. 24

Burgermaister und
raute zů Ulme.

1427

Jan. 18

8. Frankfurts Kosten zum Eẞlinger Städtetag vom 12 Jan. 1427. 1427 Jan. 18. Aus Frankf. St.A. Rechnungsbücher 1426 unter der Rubrik ußgebin zerunge. Prisce: Sendung gein Eßlingen zu der von Nuremberg und Swebscher stede 1 1427

15 frunden von der gulden monze und ander sache wegin.

Jan. 18

20

25

25

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b. Herrentag zu Bamberg nr. 9-11.

9. Gen. Fränkische Herren an Alle 2: sie haben einen Bund zur Bekämpfung der 1427 Hussiten geschlossen, und laden ein zur Mitwirkung bei ihren Bestrebungen. 1427 Jan. 15 Jan. 15 Bamberg.

Lateinische Fassung: M aus Memmingen St.-Bibl. Andreas Ratisbon. cod. Uffenbach. 2,
965-972, mit der Überschrift Litera militaris exercitus. P coll. Palacky Urk. Btrr.
1, 478-481 nr. 425 A aus „, Andr. Ratisbon. Suppl. f. 422" (cf. Vorbericht IX-X),
mit derselben Überschrift. Ausführlich besprochen nach Palacky l. c. bei v. Bezold
2, 96-97.

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Sehr freie Deutsche Fassung: D (coll. an einzelnen Stellen) in Palacky Urk. Btrr. 1,
481-484 nr. 425 B ex archivo Regiomont.". Auch in Memmingen l. c. 972-978.
Palacky Gesch. von Böhmen 3, 2, 439 nt. 430 schöpft für seine Mittheilungen über
den Bund aus „der zu Königsberg aufbewahrten Urkunde vom 15 Jan. 1427“.

Ad gloriam laudem et obsequium omnipotenti deo omnium bonarum rerum origini ac gloriose celi regine Marie tociusque celestis milicie. notum sit omnibus, qui presens scriptum rem sive negocium viderint legerint aut quovis modo perceperint: quemadmodum sacrosancte katholice fidei dei ac dei genitricis virginis Marie ac tocius ierarchie celestis glorie et honori ac generaliter vero nomini christiano non longe in Bohemia graves supra omnem modum contemptus obprobria impugnaciones sangwinis effusiones homicidia dampna 35 et scandala perpetrata noscuntur, et quamvis christiana auctoritas atque potestas ad exterminium hujusmodi iniquitatis aliquo modo et notabiliter opem impenderit, verun

a) Vorl. waz.

1 Die großen Mittelrheinischen Städte Mainz Worms Speier, welche wir sonst so häufig mit 40 Frankfurt zusammengehen sehen, und andere waren von Nürnberg nicht geladen. Ulm fand diese Beschränkung der Einladung auffallend, vgl. S. 10, 12 f.

Ein Herold brachte das Manifest auch nach Ulm, wie diese Stadt 21 Merz an Nördlingen berichtet (s. S. 16 nt. 5), ein anderer in die Lausitz (S. 14 nt. 1). Die Absendung von Herolden ist in nr. 9 vorgesehen, vgl. S. 13, 40.

Jan. 15

5

1427 tamen altissimo permittente, verisimiliter ad probandam constanciam sacre katholice fidei in cordibus bonorum ac devotorum christifidelium, diligencia hujusmodi non est, ut oportunum fuisset, hactenus prosperata; quinimo hujusmodi christiane fidei contumelie contemptus vituperia dampna et scandala de die in diem in deterius succreverunt et usque hodie se disponunt in pejus, nisi per bonos et devotos christiane fidei amatores ac strennuos zelatores consiliis et operibus provisum fuerit de remedio salutari, quo, dei adjutorio virginis Marie tociusque celestis milicie, eorundem honor et gloria que in his intenditur defensetur. quia vero per ea, que hactenus in his negociis gesta sunt, per que hujuscemodi merito extirpati fuissent errores, quod minime factum conspicimus, verisimile videtur quod deus omnipotens ex eterne sue sapiencie abysso alienas occultasque 10 vias censuerat quibus sacrosancte katholice fidei decreverit succurrendum, et quia presertim istis diebus omnis pene bonorum christianorum potestas ab impugnacione hereticorum predictorum quodammodo manus retraxit et quasi ab extirpacionis errorum hujusmodi labore quiescit, proinde omnipotens deus nonnullorum devotorum suorum ac sue orthodoxe fidei zelatorum corda succendit adeo, ut in parlamento, pro quo domini 15 principes Franconie provincie, que alias orientalis Francia a nonnullis nominari consuevit, in civitate Bambergensi pro aliis negociis suis nunc celebrando convenerant reverendi videlicet patres Fridericus Bambergensis et Joannes Herbipolensis episcopi et illustris Fridericus marchio Brandemburgensis princeps elector imperii ejusdemque archicamerarius et burgravius Nurenbergensis, notabilis multitudo comitum baronum 20 militum et militarium ejusdem terre Franconice, qui cum dominis principibus predictis advenerant ibique presentes extiterant, (et de eorum scilicet principum scitu voluntate pariter et consensu hujusmodi katholice fidei contumelias errores et scandala ad animum revocantes, itemque pensantes: quod reverendissimi in Christo patres et domini domini archiepiscopi, illustres quoque ceteri domini principes sacri imperii principes electores, 25 animo et intencione disponendi qualiter predicti errores et scandala effectualiter extirpentur, ceteris sacri imperii principibus ac communitatibus imperialibus & conventum una For. 9 cum ipsis faciendum in civitate Maguntinensi ad dominicam post festum purificationis beate Marie proxime venturam constituerunt 1) proinde 2, ad honorem complacenciamque dictorum dominorum principum electorum et desiderio se ipsis in laudabili intencione 30 sua predicta conformandi favoresque et obsequia venerabiliter et utiliter impendendi, comites barones et militares predicti, circumspeccione provida tractatum mutuo facientes ac matura deliberacione prehabita, infrascriptas vias ac modos apprehenderunt et in hujusmodi societatisi sive compannie concordiam se unanimiter reduxerunt, firmam in deo gerentes fiduciam, quod et deus aliorum plurimorum, ad quos presencium noticiam 35

e

a) om. MP, aus D nicht zu entscheiden. b) P censuerit, Dirkant habe. c) M extirpacione, P extirpacionis, aus
D nicht zu entscheiden. d) MP illustres, D der hochgeborne. e) M nicht deutlich, P quod, D daz. f) D daz
dy hochwirdigen und durchlawchten des Romischen riches körfursten, P om. principes sacri imperii. g) MP
add. ad, D einen tag in bescheiden haben zu Mencz off den soutag nach lichtmesse. h) P constituerant,
D bescheiden haben. i) MP societate, aus D nicht zu entscheiden. k) M ad quorum presencium noticia, P 40
ad quorum presencium noticiam, D den desir briff sulcher sachen (vorkommen wirt).

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Jan. 15

pervenire contigerit, pectora parili accendat affectu ut et ipsi vias modos societatemque 1427 et intencionem predictas una cum ipsis pariter apprehendant et efficaciter prosequantur. inprimis in presentis jocundi ac deo propicio felicis anni primordio in laudem et obsequium nascentis parvuli domini nostri Jesu Christi et gloriosissime puerpere virginis Marie, ad 5 defensionem et relevacionem bonorum ac devotorum christianorum adhuc in regno Bohemie consistencium qui hactenus multimodas tribulaciones et angustias obb defensionem katholice fidei sunt perpessi et contra errores hujusmodi viriliter pugnaverunt, in hoc se determinaverunt predicti videlicet comites barones et militares quod militaria exercicia ludos et solacia, que hactenus in torneamentis ac hastiludiis agere consueverant, conver10 tere decreverunt in impugnacionem prefatorum heresum et errorum eo videlicet modo: [1] quod presentis societatis ac tocius negocii armiductrix vexillifera signumque vexillare sit et esse debeat imago jam dicte gloriosissime puerpere virginis Marie cum beatissimi sui parvuli imagine et ante easdem gloriosus miles beatus Georgius genibus flexis bravium laudabilis milicie sue sertum scilicet floridum suscipiens 1. [2] porro qui curiam 15 hujusmodi militarem seu spirituale torneamentum gliscunt peragere, debebunt singuli ad proprias expensas id agere equis armis ministris ac rebus aliis fulciti pro sua virtute et esse in opido quod Egra dicitur ad dominicam proximam post penthecosten que est Juni 15 festum trinitatis, ubi premissa curia sive spirituale torneamentum formari et capitaneis ac singulis optimis rebus ordinari et in meliori processu disponi, post iter autem arrep20 tum per sex ebdomadas integras militare hoc exercitium seu spirituale torneamentum contra infideles predictos strennue ac viriliter exercere, ibique quoque, dum exercitus inimicorum terram attigerit, tyrones meritis reperti idonei militari cingulo decorari debebunt et sollempnitas, que mensa sive tabula militaris honoris, id est ubi singulis pro meritis milicie laudis premia distribuuntur, et vulgari theutonico,, der erentafel" nuncupatur, 25 celebrari debebit, eis quoque, qui non de condicione militari sed communitatibus aut aliis statibus sive locis existunt, qui virtuose egerint, laudum similiter et graciarum insignia pro meritis proporcionabiliter tribuentur. preterea deliberandum ibi erit quid in futuro sive modo prefato aut quovis alio meliori pro finali exterminio heresis et errorum hujusmodi fuerit ordinandum. eya ergo complaceat principibus comitibus 30 baronibus militibus militaribus, eisque qui de communitatibus opidis aliisve locis sunt, ac universis qui ad fortitudinis ac milicie actus sensum animum virtutem sive potenciam obtinent, ac eis qui ad defensionem honoris ac laudis hujus pueri ejusque puerpere atque ad christiane fidei bonum statum gerunt amorem, eis quoque qui in celis perpetuum honorem et gaudium consequi desiderant, ut se ad hanc laudabilem curiam et miliciam 35 spiritualem vigilanti diligencia invitatos allectos et vocatos esse cognoscant ad tantos honores celestiaques stipendia strennuis virtuosisque actibus promerendos, firmam tenentes fiduciam quod gloriosissima hec puerpera cum sanctissimo infantulo suo, quorum geruntur negocia, omnibus, qui in his ipsorum convenerint obsequiis, sapienciam virtutem fortitudinem sospitatem graciam et salutem liberaliter largientur, ipsosque cum laude 40 gloria et salute in domos suas reducent, prout heraldi presencium exhibitores voce viva

h

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a) M primordiam, P primordio in, D in dem anfange des jares zu lowe —. b) M ad, P ob; D zu hulfe und rettunge dem heilgen waren cristenglouben kann hier angezogen werden obschon versetzt, dürfte aber nicht entscheiden. c) M ibi quoque, P ibique quoque, D und ouch. d) M omnis, P eis, D den dy von deme statvolke und lantvolke sint (also wol eis richtig, und nicht etwa omnibus). e) M sibi, P similiter, Diczlichen noch siner gebort (also wol für similiter sprechend, wenn es nicht das proporcionaliter widergeben soll). f) om. MP, es ist aber sicher sunt oder existunt zu ergänzen, aus D nicht zu entscheiden. g) P tantaque, D und himmelische scholt. h) M ipsos quoque, P ipsosque, D und sy.

-

1 Die Stelle tocius negocii suscipiens hat Andreas von Regensburg auch verwendet in seinem

Dialogus (bei Höfler in Fontes rerum Austr. I, 2, 1, 577).

Jan. 15

1427 plenius enarrabunt. in testimonium vero omnium premissorum nos infrascripti Johannes de Berthaym, Wilhelmus de Castel comites, Conradus pincerna baro de Limpurg, Erkenger de Sänsshaim, Arnolt de Sekkendorff, Conradus de Aufsacz, Vitus de Rotenhon, Eberhardus de Schawenberg milites, Karolus de Hesspûrg, Mathias de Liechtenstain, Eberhardus Vörtsch de Turnaw, et Heinricus Vulpis de Eltmein militares de voluntate et rogatu prefate milicie hic presentes quilibet sigillum suum appendit presentibus. Jan. 15 datum Bamberge feria quarta ante Anthonii anno domini 1427.

1427

Jun. 22

h

5

1427 10. Bisch. Friedrich III von Bamberg und Johann II von Wirzburg und Kurfürst Friedrich I von Brandenburg an Bisch. Johann II von Regensburg, senden im Beischluß das Manifest des soeben auf einem Bamberger Tage geschlossenen Ritter- 10 bundes nr. 9, und fordern ihn auf, falls ihm die Sache gefalle, an der Grenze gegen Böhmen die entsprechenden kriegerischen Anstalten zu treffen. 1427 Jan. 22 Wirzburg.

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Palacky Urk. Btrr. 1, 486 nr. 427 aus Andr. Ratisb. Suppl. f. 421". Auch in Memmingen St.-Bibl. Andr. Ratisb. cod. Uffenbach. 2, 964. Erwähnt aus Palacky l. c. bei v. Bezold 2, 97 nt. 1.

15

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Jan. 22]

1427 11.. Bisch. Friedrich III von Bamberg und Johann II von Wirzburg und Kurfürst Friedrich I von Brandenburg an Pabst Martin V, senden im Beischluß das Manifest des soeben auf einem Tage zu Bamberg geschlossenen Ritterbundes nr. 9, bitten um Unterstützung in dem proklamierten Kampfe wider die Hussiten durch Auf- 20 stellung eines Legaten und andere apostolische Machtmittel, und erklären Zweck und Hoffnung der neuen Gesellschaft seien Ordnung und Sieg. [c. 1427 Jan. 22 Wirzburg 2.]

Memmingen St.-Bibl. Andreas Ratisbon. cod. Uffenbach. 2, 984-989.
Erwähnt bei v. Bezold 2, 97 [aus Palacky Böhm. Gesch. 3, 2, 282?].

a) so MP; D Wirtheym (d. h. Wertheim). b) M Sansshaim, P Sansshaim, D Saunsheym. c) D alle vunfe ritter statt milites. d) P Hesspurg, D Hirsberg. e) D Mattes. f) D Fursch. g) P Târnaw, D Dornaw. h) D Heynrich Fira zu Eltmen.

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1 Scheltz Gesammtgeschichte der Ober- und Nieder-Lausitz im Neuen Lausitz. Magazin 57, 117 erzählt, in der Woche vor Invocavit [2-8 Merz] sei in den Sechsstädten ein Herold angelangt gesendet von dem Markgrafen von Brandenburg und den Bischöfen von Wirzburg und Bamberg, um wie in andern Landen so auch in diesen mit ihren Briefen und Wappen bekannt zu machen, daß sie miteinander ein Bündnis wider die sog. Ketzer in Böhmen geschlossen und auf den Tag der heiligen Dreifaltigkeit [15 Juni] zu Eger in Böhmen einrücken wollen. Derselbe berichtet dasselbe S. 121-122 noch einmal und zwar unrichtig zum Jahre 1428.

2 Dem Stück fehlt das Datum; wir gehen wol nicht irre wenn wir ihm dasjenige der ihm sachlich so nahe stehenden nr. 10 geben. Das Antwortschreiben des Pabstes Martin V auf unsere nr. 11 ist in Rom Vatikan. Arch. Martin V &

Eug. IV Brevia Liber IX. 359 f. 33-34a cop.
chart. coaev. Es ist an die gen. 3 Fürsten ge- 30
richtet. Fehlt auch das Datum, so geben einen
Anhaltspunkt zur Bestimmung der Zeit schon die
Anfangsworte: magno gaudio exultavimus et de-
lectati sumus magnasque omnipotenti deo gratias
egimus vestris literis dudum certificati, quod patrie 35
vestre viri militares corda sua erigentes ad deum
manu forti et brachio potenti adversus impios
Boemie hereticos insurgere decreverunt. Dies
kann sich auf nichts anderes als auf die Beschlüsse
der zu Bamberg versammelten Herren beziehen. 40
Dann wird in pathetischer Weise zur Ausführung
des löblichen Unternehmens ermahnt, und auf den
zum Legaten ernannten Bisch. Heinrich ron
Winchester Kardinal tit. s. Eusebii verwiesen,
qui ad partes vestras ut speramus cito venturus 45
ex parte nostra et ecclesie consiliis et auxiliis
oportunis assistet. interim autem, ne quid desit

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