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Aug. 28

brengen. und dorumb begern wir von euch mit sunderlichem flisse, was sy euch von 1428 unsern wegen in den sachen widerumb erczelen werden, daz ir in des gloubet, und euch dorynne got zu lob und der kristenheit zu sterkung also bewiset als des ein notdorfft ist und wir euch des sunderlich wol glauben und getrawen. geben zu Ilied am 5 sampẞtag nach sant Bartholomeus tag unserr reiche des Ungrischen etc. im 42 des Romischen im 18 und des Behemischen im newnden jaren.

[in verso] Dem hochgebornen Fridrichen marggraven zu Brandemburg des heiligen richs erczcamrer und burggraven zu Nuremberg unserm

10 lieben oheimen und kurfursten, und andern der kurfursten und stett reten und freunden die itzund zu Nuremberg gewezen und zu den sachen beschiden sind unsern und des richs lieben getruen.

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Ad mandatum domini regis
Caspar Sligk.

1428

Aug. 28

186. K. Sigmund an gesammte Reichsstände, hat von dem mangelhaften Eingehen der 1428 Hussitensteuer vernommen, und gebietet deren richtigen Vollzug. 1428 Aug. 28 Aug. 28 Ilied.

A aus Nürnb. Kreisarch. Ansb. Kriegssachen 1 nr. 177 grün or. chart. lit. pat. c. sig.
in verso impr. Auf der Rückseite die gleichzeitige Registraturnotiz Hussen-sache.

S coll. Straßb. St.A. AA corresp. polit. 1421-1430 cop. chart. coaev., mit Versendungs-
schnitten und Sigelspuren. Unterschrift fehlt. Auf der Rückseite von zeitgenössischer [1429]
Hand Presentata secunda post invocavit.

K coll. Königsbg. St.A. Schbl. VIII nr. 86 cop. chart. coaev., ohne Schnitte und Sigel.
Die Varianten, welche sämmtlich unerheblich sind, aufzuzeichnen erschien uns über-
flüssig. Gedruckt in Palacky Urkundl. Btrr. 1, 635-636 nr. 537 „ex arch. Regio-
mont.“ Erwähnt aus Palacky a. a. O. bei v. Bezold l. c. 2, 143 nt. 2 und 155 nt. 1;
aus unserer Quelle bei Voigt Gesch. Preussens 7, 517; und aus Voigt l. c. bei Asch-
bach 3, 467.

B in Basel St.A. St. 75 n. 9 cop. chart. coaev., ohne Schnitte und Sigel. Kollationierung
unnöthig.

b

a

Wir Sigmund von gotes gnaden Romischer künig zu allen zeiten merer des reichs und zu Ungern zu Behem Dalmacien Croacien etc. kunig embieten allen und yglichen unsern lieben neven oheimen und kurfursten geistlichen und werltlichen fursten prelaten graven frijen - herrn rittern knechten amptluten burgermeistern reten und burgern aller und yglicher stett merkt und dorffer und suẞt allen andern unsern und des heiligen 35 reichs undertanen und getrewen, in welichem adel wirden oder wezen die sind, den diser brief fúrkomet, unser gnad und alles gut. erwirdigen hochgebornen edeln und lieben getruen. wiewol vor kurczer zit ewer liebe und ewer ettlicher rêt und fründe zu Frankfurt mit beywesem des erwirdigen in got vatters des cardinals von Engelland des bebstlichen stůls legaten ein anslag uff gelt gemacht haben, daz ein yederman rich 40 und arm durch alle Deutsche und andere land in seinen gebieten ynnemen lassen und das an ein genante stat fürbaß legen solte, damit man die verdampten lesterlichen keczerey, die leider in unserm kunigrich zu Behem lang geweret hat und noch ist, ußgereutten und getempfen mochte: yedoch so haben wir vernomen, wie ettlich uẞ euch ina ewrn landen und steten solich gelt eynsammeln und uffheben haben lasset und das 45 doch nicht herüßgeben und an solich stet anntwortten und legen lassen wollet als dann

a) A fürsten? b) S allen und yeglichen. c) A Vokalzeichen e über e. d) Sund.

For. 14

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nr. 76.

Deutsche Reichstags-Akten IX.

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Aug 28

1428 in demselben anslag begriffen und bedeutet ist, und ettlich auch solich gelt in iren gebieten nach solichem anslag nicht ufheben lassen noch solicher ordnung nachgeen wollen sunder einer also uff den andern syhet und verczeuhet, damit soliche furgenomen loblich sache und anslag gen den vorgenanten bösen keczern keinen fürgang gehaben mag, und ouch gegen denselben keczern, die teglich alle umbgelegen land beschedigen 5 und swerlich verderben und groß blutvergiessen und ander unmenschlichkeit begeen, nicht getan noch solich unfür understanden wirt. wann nå solicher guter anfang kein lob erwerben mag, er werd dann mit einem guten end beslossen, und dorumb daz die bösen keczer von solicher sawmnúß wegen nicht gesterket werden und sich in irer boßheit gerumen mogen, so begern wir von euch allen und ewer yglichem besunder, ermanen 10 euch ouch solicher trew die ewer yglicher zuvorauß cristenlichem glauben und dornach uns und dem rich schuldig seyt, und gebieten euch ouch ernstlich und vesticlich mit disem brieve: welich under euch weren die solich gelt noch in irer gewalt und das nicht an die benanten stet gelegt hetten, daz ir das noch unverczogenlich dahin sendet und anntwortett, und, welich mit dem ynnemen bißher verczogen haben, das noch fur 15 sich geen lassen solich löblich und götlich sach zu volbringen, und sich einer mit dem andern nicht uẞcziehe damit man gesprechen moge daz das an demselben abgec. und bewisen euch dorynne got zu lob und zu eren dem heiligen cristenlichen glouben zu sterkung und zu uẞreuttung der verbosten keczerey in den sachen so willig, als ir dann ewigen lon von got lob von der werlt und von uns sunderlich gnad und fürdrung er- 20 1428 werben wollet. geben zu Ilied under Temesspurg am sampẞtag nach sand BarthoAug. 28 lomeustag unserr riche des Ungrischen etc. im 42 des Romischen im 18d und des Behemischen im neŵnden jarn.

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Aug. 28

1428 187. K. Sigmund gibt dem Kurf. Friedrich I von Brandenburg und seinen Beigeordneten die bereits in nr. 108 ausgesprochene Vollmacht, reuige Böhmische Ketzer zu begnadigen. 1428 Aug. 28 Ilied.

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Aus Berl. Geh. Kab.-Arch. K. 112 N (im Hausarchiv Repositur 35), or. mb. lit. pat. c.
sig. majest. pend., auf Rückseite gleichzeitig Hawptmannschafft geyn Behaim, auch 30
gleichzeitig oder etwas später yyy inventarium (Abkürzungshaken nach t). In
Bambg. Kreisarch. Fasz. Hussiten A. 1 cop. chart. saec. 18.
Gedruckt in Riedel cod. dipl. Brand. 2, 3, 487-489 nr. 1465,,nach einer mit dem Ori-
ginale des K. Geh. Kab.-Archives K. 112 N verglichenen Copie"; ferner in Minutoli
Friedrich I Kurf. 200-201 nr. 107 ohne Angabe der Quelle, wol aus der in Zeile 31 35
aufgeführten Abschrift in Bambg. Kreisarch., vgl. Vorwort; und in Palacky Btrr.
1, 637-639 nr. 538 aus Riedel l. c. Erwähnt ebendaher bei Droysen Gesch. der
Preuß. Politik 1, 506, ferner bei v. Bezold 2, 138 nt. 2 und 143 nt. 2 aus Palacky
а. а. О.

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Wir Sigmund von gotes gnaden Romischer kunig zu allen czeiten merer des reichs 40 und zu Hungern zu Behem Dalmatien Croatien etc. kunig bekennen und tun kunt offenbar mit disem brieff allen den die in sehen oder horen lesen: als kurczlich unsere und des heiligen richs kurfursten fursten graven herren etc. mit bey wesen des erwirdigen in got vatters des cardinals von Engelland legates des bebstlichen stuls unsers lieben frundes eyn anslag und ordnung wider die ungloubigen zu Behem gemacht und 45

1 nr. 76.

a) S betûtet. b) S gegen. c) S add. nehsten. d) in 18 ergänzt aus SK.

a

3

Aug. 28

den hochgebornen Fridrichen marggraven zu Brandemburg des heiligen Romischen richs 1428 ertzcamrer und burggraven zu Nuremberg unsern lieben oheimen und kurfursten zu eynem houptman erwelt habent, und wir nach solcher trefflicher begerung und bete willen, die dieselben unsere lieben neven und oheimen die kurfursten etc. zu uns durch 5 ir merklich botschafft dorumb taten, denselben unsern lieben oheimen den marggraven zu eynem solichen obristen houptman ufgenomen und in geheissen und empfolhen haben sich der anczunemen und dorynn zu tun was dorynne notdurftig sin wirdet1: also seyn wir indechtig, das wir demselben unserm lieben oheim under andern stuken und gewalten gantze macht gegeben haben, ob yemand under denselben unglaubigen oder iren 10 gunnern und zulegern sich bekeren und zu gehorsam der heiligen kirchen komen und zu uns als irem rechten naturlichen erbherrn treten wolten, die ufczunemen in unser gnad zu versprechen und die zu verbrieven und zu versichern, als dann derselb unser brieff solichen artikel mit mer worten clerlichen ynneheldet. nu sind aber zu uns komen treffliche botten von des egenanten unsers lieben oheims des marggraven und 15 anderr der kurfursten und stett rete wegen, die am nechsten zu Nuremberg gewest und zu den nachgeschribenn sachen beschyden gewezt seyn, nemlich der streng Hans von Sekendorff ritter zu Brunne der ersam Henrich probst zu Hayn und der wise Peter Volkmer burger zu Nuremberg unsere liebe getruen, und haben uns zu erkennen gegeben: wie sy etwas trefflicher und merklicher sache und erbietung vil mechtiger herren 20 ritter und knechte und anderr inwoner der cron zu Behem ankomen sey, dadurch sy nach solicher furbringung zu got hoffen, das solich unordnung, die leider in demselben unserm land nå etwevil jar lesterlich geweret hat, und zu derselben tilgung (got sey's geclagt) bißher keyn menschlich synn uffsatz noch macht, wiewol man die in manigen weg dortzu gewendet bat, geholffen hat, vast gemynnert und gedrucket und mit solichen 25 sytlichen wegen sol on groß blotvergiessen gestillet werden; und das sy ouch hoffen, das teglich mer und mer solicher leute damit von derselben unordnung geloket und geczogen werden. und wiewol wir in vorgeschribner masse dem egenanten unserm lieben oheimen genüg macht gegeben haben, allen, die sich von solicher unordnung keren wurden, unser huld und gnad zu versprechen und sy der zu versichern: ydoch, 30 das man unser empsikeit und ynnige begerd in denselben loblichen sachen erkenne und uns dorynne keyn gebruche sin sol, so haben wir demselben unserm lieben oheymen dem marggraven und unsern und des richs kurfursten fursten herren und steten oder iren reten und frunden, die derselb marggrave zu im in den sachen nemen und heischen wirt, volle und gancze macht und gewalt gegeben und geben uberflussiclich 35 in craft diẞ briefs: das sy alle und igliche herren ritter knecht stett gemeinde und ander lute, in welichem stat oder wesen die sind, die sich von solicher unordnung keren und zu solichem loblichen furnemen und sachen treten wollen, unsere lauter und vollkomene huld und gnad versprechen sy uffnemen der versichern und verbrieffen sollen und mogen als des notdurftig sin wirdet. und was sy also dorynn tun, das wollen wir stet und 40 vest halden volfuren und tun glicherweis als wir das selber getan ufgenomen geteidingt versprochen und verbriefet hetten. und wollen das ouch mit unsern kuniglichen brieven, ob des notdurftig sin wirdet, befestnen und bestetigen und ouch dieselben doruber nymmer beteidingen oder bekummern von solicher sach wegen in dhein weg sunder sy by solichen

45

a) or. ir m. b. unterstrichen mit anderer Tinte, und am Rand zwei senkrechte Merkstriche von derselben andern
Tinte. b) or. komen tr. b. Unterstreichung und Randstriche wie in der letzten nt. und von derselben Tinte.
c) or. solichen.

1

Vgl. unsere nr. 108.

2 nr. 108 art. 3.

3 des herzogen von Sachsen etc. probst, s. nr. 172 vgl. 185.

1428 hulden und gnaden on wank und verkerung gnediclich behalden.

Aug. 28

1428

Aug. 28

mit urkund diẞ briefs versigelt mit unserr kuniglicher majestat insigel, geben zu Ylied in Czanader bischtum nach Crists geburt vierczehenhundert jar und dornach in dem achtundezwenczigisten jare an sant Augustins tag unserr riche des Hungerischen etc. in dem czwenundvierczigisten des Romischen in dem achtzenden und des Beheimschen im nunden 5 jaren.

[in verso] Registrata.

Ad mandatum domini regis
Caspar Sligk.

Okt. 16

B. Kurfürstliche Aufforderung zur Steuerentrichtung nr. 188-189.

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1428 188. Genannte Kurfürsten an versch. Reichsstände 2 einzeln, sollen die Hussiten- 10 steuer nach dem Frankfurter Anschlag von 1427 an die ihnen bezeichnete Legstätte abliefern. 1428 Okt. 16 Heidelberg.

An Basel: B aus Basel St.A. St. 75 n. 9 or. chart. lit. cl. c. 3 sigg. in verso impr. del. Auf der Rückseite ganz unten am Rand von gleichzeitiger Hand Stat und Staidt. Adresse von anderer Hand und in anderem Dialekt als der Brief.

An Regensburg: R coll. München R.A. Gemeiners Nachlaß R 270 or. chart. lit. cl. c. 3 sigg. in verso impr. Auf der Rückseite die Adresse Den ersamen und weisen unsern lieben besundern burgermeistern und dem rate der stat zu Regenspurg dari debet. Ebenfalls a tergo aber von zwei verschiedenen Händen und ganz unten am Rand Stat und Stadt.

15

An Straßburg: S coll. Straßb. St.A. AA 155 or. chart. lit. cl. c. 3 sigg. in verso impr. Auf 20 der Rückseite die Adresse Den ersamen und weisen unsern lieben besundern burgermeistere und dem rate der stat zu Straßburg dari debet.

An Lübeck: L coll. Urkunden-Buch der Stadt Lübeck 7, 223-224 nr. 242 aus or. chart. c. 4 sigg. impr. Adresse wie in B, nur Lubeck detur statt Basel.

An Bisch. Alexander von Trient: A coll. Nürnbg. Kreisarch. Ansb. Kriegssachen 1 nr. 188 25 grün or. chart. lit. cl. c. 4 sigg. in verso impr. del. Auf der Rückseite die Adresse Dem erwirdigen herren unserm besundern frund hern Allexander bischoven zu Triennt und herzogen zu Mossawe etc. dari debet und die gleichzeitige Kanzleinotiz Abschrift der kurfursten brievs als sie von des Hussengelts wegen mit unsers herrn des konings brieven geschriben haben. ist verzeichent. Dann ebenfalls a tergo am Rand mit gleichzeitiger kleiner Schrift Stat. Stat. Diese letztere Notiz sowie die Anrede- 30 formel in dem Brief zeigen, daß derselbe an eine oder mehrere Städte gerichtet war. Irrthümlicher Weise aber wurde er an einen Fürsten adressiert, und wegen dieses Versehens wurde er vor der Absendung des sonst vollständig ausgefertigten Schriftstückes bemerkt, und demzufolge letzteres in der kurfürstlichen Kanzlei zurückbehalten. Erwähnt in Würdinger Kriegsgesch. etc. 1, 171.

An den Deutschordenshochmeister Paul von Rußdorf: O coll. Königsby, St.A. Schbl. VIII. nr. 7 35 or. chart. lit. cl. c. 4 sigg. in verso impr. del. A tergo die gleichzeitigen Kanzleinotizen Kurfursten vom anslage widir die ketzere. Kurfursten von dem anslage widir di ketzer. gekomen zu Brandem1429 burg am fritage vor Agathe virginis im 29 jore. Von einem andern Zeitgenossen ganz unten am

Fbr. 4

Rand Episcopus. Beginnt Unsern fruntlichen dinst erwirdiger in got vater besunder gut frunt.
Adresse Dem erwirdigen unserm besundern lieben freund hern Pawlsen von Roßdorff hohmeister des 40
Dewtschen ordens dari debet. Gedruckt in Palacky Urk. Btrr. 1, 642-643 nr. 544
ex archiro
Regiomont." Erwähnt von Palacky Gesch. von Böhmen 3, b, 468 nt. 471 ebendaher.

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An Köln: K coll. Köln St.A. Köln und das Reich (B) or. chart. lit. cl. c. 4 sigg. in verso impr. laesis, nach einer von Herrn Stadtarch. Dr. Höhlbaum gelieferten Abschrift. Adresse wie B, nur Collne dari debet statt Basel.

45

1 Die Kurfürsten von Köln und Brandenburg waren nicht persönlich in Heidelberg anwesend, s. nt. zu nr. 197. Wie aus der Quellenangabe zu unserem Stück zu ersehen, gab es Ausfertigungen desselben mit 3 und solche mit 4 Sigeln.

2 Noch an viele andere ist dieses oder ein ähnliches Schreiben ergangen, so z. B. an Toul

nr. 207.

50

5

Otto zu Triere, Conrait zu Mentze, und Dieteriche zu Colne erzebischove, Ludewig pfalzgrave bi Ryne etc. und herzoug in Beyeren, und Friderich marggrave zu Brandenburg und burggrave zu Nuremberg, alle von gotes gnaden des heiligen Romischen richs koirfursten.

i

m

d

1428

Okt. 16

Unseren fruntlichen gruß zuvor. eirsame besundere gude fründe f. wiewail wir uch etwe dicke mit vil treffelichen und betrechtelichen worten geschrieben gebetten angeroifen fruntlich und flisselich ermaent haben, soliche gelt als nach uswisonge des ainslages zu Franckfort gemacht sich zu schicken geburet ufzuheben furderlich dahin zu antwerten dem cristenglauben damit zu troiste zu thone, als sich das alles nach in10 halte des obengenanten ainslages heischet, so ist doch solichs bisher von uch nicht geschien; davon dem heiligen cristenglauben groisser und mirklicher schade und súmeniẞe enstaen und komen1 müchte. darumb so begeren ermanen und bieten wir uch" aber als vor so wir fruntlichs ernstlichs und flisselichs mogen, das ir angesien und in herzen betrachten wullet soliche groisse swere und unerbermeliches furnemen so 15 itzunt leider von den verdampten versteineten und unglaubigen ketzeren in Beheim widder alle cristliche gotliche und redeliche ordenunge vurgenommen wirdet, und auch das soliche sture und hilfe eime iglichen cristenmentschen ufgesaczt gar lidelich und kleine ist, und das ir soliche gelt nach uswisonge und inhalte des ainslages unverzogentlich und so ir schierst konnet, dahin" ir dan in dem ainslage bescheiden sit, schicken 20 und uch da-inne als ernstlich bewisen wullet, das man uwern besundern und groissen willen, den ir zo dem heiligen cristenglauben traget, desta schinberlicher erkennen beloben und uch ummers keinerleie súmenise in den sachen zumessen noch einer uf den andern nicht verziehen moge, als unser gnediger herre der Romische etc. kuninge uch bb davon in sime offenen brieve bi diesem botten gar hefteclich schribet. denselben brief 25 uch dieser da bote 2 zeigen und wisen wirdet. so getruen wir dem almechtigem gotte siner werder ee muter und allen gotes lieben ff heiligen, das soliche sache ein lobelich guet ende nemen und zom besten komen sulle. datum Heydelberge ipsah die beati 1428 Galli confessoris anno etc. 28.

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сс

Okt. 16

35

40

a) RS beginnt Von goites gnaden Otto u. s. w.; A Von gotz gnaden Cůnrat zů Mentz, Ott zu Trier, Dietrich u. s. w.; K Conrat zu Mencze Otte zu Triere erzbischofe etc. Ludewig etc. wie B. b) und herz. in B. om. A. c) A etc. statt und burggr. zu N. d) RS om. von g. gn.; AK om, alle von g. gu. e) om. A. f) A ersamen lieben besundern statt eirsame bes. g. fr.; S om. eirsame; L om. fruntl.; dann wisen statt besund., kwisen lieben besundern statt besund. fründe. g) R ernstlich; S mit fruntlichem fliße stutt fr. u. fl. h) S add. man. i) K anslage und ußwisunge statt uswis. des ainsl. k) S om. von uch. 1) S om. und komen. m) S add, und ouch solichem zo vurkomen. n) A uwer liebede. o) aber als vor om. R. p) A add. ummers, K fruntlichste ernstlichste und flißlichste immer. q) AK von. r) S om. in herzen. s) R erbermeliche. t) S add. erste und. u) A au die ende do statt dahin; S ebenso, nur dahien statt do; K wie A, aber add. hien nach ansl. v) R geweist. w) R so. x) S add. ernst. y) S guten. z) om. S. aa) S noch eine stat uf die ander. bb) SK add. ouch. cc) S welichen. dd) S derselbe. ee) ASK lieben. ff) om. S; K lieben gotsheiligen. gg) om. B; 0 zu eim 1. g. e. kome statt ein 1. g. e. nemen. hh) S in. ii) K geben zu Heydelberg uf sant Gallen tag.

45

1 Der königliche Brief vom 28 Aug. 1428 nr. 186.

2

Vgl. Einleitung sub A und B.

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