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Shelley's

Einwirkung auf Byron

von

HEINRICH GILLARDON.

Karlsruhe.
Druck von M. Gillardon.

1898.

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Inhalt

Seite

Kap. I. Bekanntwerden Shelley's und Byron's, und

ihre persönlichen Beziehungen

5

Kap. II. Die Einwirkung Shelley's auf Byron's

Weltanschauung

9

Kap. III. Sonstige Einwirkungen Shelley's auf

Byron

68

Kap. IV. Shelley's Roman St. Irvyne als Quelle zu

Manfred

89

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Kapitel 1.

Bekanntwerden Shelley's und Byron's

und ihre persönlichen Beziehungen.

Es soll im folgenden meine Aufgabe sein den Einfluß Shelley's auf Byron zu untersuchen, soweit er sich in des lettern Werken verfolgen läßt. Daß Byron in seiner Dichtung und in seinen Ideen von Shelley beeinflußt wurde, darauf wurde schon oft hingewiesen. Bereits Moore hat es in Kapitel XXVII seiner Biographie Byron's in „Byron's Life and Letters" gethan. Der Einfluß Shelley's auf Byron datiert von der Zeit ihres persönlichen Bekanntwerdens am Genfer See. Die beiden Dichter lernten sich hier im Mai des Jahres 1816 kennen. Sie wurden schnell mit einander sehr gut befreundet, famen tag-täglich zusammen, machten gemeinsame fahrten auf dem See und Uusflüge in die Umgebung und verbrachten oft ganze Nächte in Unterhaltung. Es fand infolgedessen naturgemäß ein sehr reger Ideen: austausch zwischen ihnen statt, der auf Byron sehr befruchtend wirkte. Dieser rege persönliche Verkehr war wohl ausschlaggebend für die Einwirkung Shelley's; ohne ihn wäre diese vielleicht gar nicht, oder sicher nicht in dem Maße, in dem es der Fall war, zu Stande gekommen. Die am Genfer See angeknüpften persönlichen Beziehungen und mit ihnen der rege Gedanken: Uustausch dauerten fort bis zu dem frühen Tode Shelley's. Von einem ihrer spätern Zusammentreffen schreibt diefer u. a. an seine Frau in den Letters from Italy (Brief 77):

we talk, read, etc, untilsix; then we ride, and dine at eight; and after dinner sit talking till four or five in the morning.

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