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S. 81. Abstracte (a), wenn sie sich auf mehrere Concreta beziehen oder als wiederholt gedacht worden, stehen in der Mehrzahl.

S. 94. Der Jufinitiv als Subject (und auch als Práticat), hat die Präposition to vor fich). (Sonst nicht?)

S. 106. Es giebt etwa 200 Zeitwörter, die im Deutschen refley und im (Englischen nicht refler find. Die Ausnahmen, welche besonders in der Bibel und bei W. Scott vorfomnien, sind nicht nachzuahmen. (Welche Regel!) Aehnlich) S. 138. Abweichend vom Deutschen regieren etwa 100 Zeitwörter den Accujativ, die übrigen wie bei uns.

S. 111. Alle intransitiven Zeitwörter, welche eine Bewegung ausdrücken, werden mit to have conjugirt; mit to be nur dann, wenn ausdrüdlich gesagt werden soll, daß die Folgen noch fortdauern. (Etwas Wahres, aber wie kann der Schüler das begreifen und anwenden?)

S. 112. Ade Intransitive, die keine Bewegung ausdrücken, werden nur mit to have construirt. NB. razu (?) gehören auch manche Zeitwörter der Bewegung.

(Wer mag das entråthseln? Aud möchte der Herr Verf. erklären, warum 111 conjugirt, und 112 construirt gesagt ist?)

Die Regeln S. 87 über Geschledyt der Thiernamen;
S. 129 über Inversion, u. a., sind durchaus unrichtig, und irreleitend.

Wir schließen mit der Bemerkung, daß wir es sehr bedauern, zu solchen Auf: stellungen Anlaß gefunden zu haben, während wir andrerseits uns von der tüchtigen Sadyfenntniß des Herrn Verf. und von seiner Wissenschaftlichkeit überzeugen founten. Sollte das Buch, wie es wahrscheinlich ist, eine neue Auflage erleben, so wünschen wir, daß unsre Andeutungen benußt werden mögen. Bis dabin, glauben wir, im Şinblick auf unsern beiligen Beruf, von dem Gebrauche dieses Buches almahnen zu sollen. Wenn es seine Bestimmung erfüllen soll, muß der erste Theil mit Stoff vermehrt und beite Abtheilungen müssen durchaus berichtigt und vervolls ständigt werden.

Dr. 7. M. Jost,

Charles be Laharpe's französische Schulgrammatif.

Deutsch bearbeitet von Dr. Mar Strad, Dberlehrer am Königl. Friedrich-Wilheling-Gymnasium und Lehrer an der Hans delsschule zu Berlin. Berlin, Bessersche Budyh. 1851. fl. 8.

Der Bearbeiter dieses zweiten Theiles von Labarpe's Manuel de la langue française (Berlin 1849) erklärt dasselbe unbedingt für das trefflidyste Wert auf. diesem Felde der neueren Literatur, ein Lob, in welches wir, nach der deutscheu Bearbeitung zu schließen, nur sehr bedingt und nur theilweise einstimmen können. Allerdings ist es klar und bündig abgefaßt, aber „geistreich" es zu nennen, mödten wir uns nicht erlauben, und wenn wir es To nennten, so wäre dieses Präricat für cine Sdulgrammatif unserer Ansicht nach ein sehr zweideutiges. Das Gegebene ist nämlich nichts weniger als eine Schulgrammatif; fo wenig, daß wir zu be: haupten wagen: Wer noch kein Französisch versteht, der lernt es aus vorliegendem Buche gewiß nicht, sondern er lernt es nur aus dem Munde eines geschidten, das Buch handhabenden, erklärenden und ergänzenteu Lebrers ; und wer jdon Franzo: fisdı versteht, der findet viel Ueberflüssiges und viel Mangelhaftes darin. Was an dieser kleinen Erscheinung, die nur neun Bogen in flein Öctav füllt, einigermaßen neu ist, das ist, außer der Vermischung der allgemeinen Grammatik mit dem, was speciell französisch ist, die Enitheilung der Wortarten in 1) solche, welde Wesen bezeichnen (wohin Subit

. und Pron. gehören), 2) welche Sandlungen bezeichnen (Verba), 3) welche Eigenschaften bezeidynen, 4) welche Beziehungen bezeichnen. Nach dieser Eintheilung ist das Wenige, was aus der Formenlehre und was aus der Syntar dem Lernenden mitgetheilt wird, behandelt worden, so daß durch die vierte Clasje, weldie alle sogenannte Adjectifs déterminatifs, den Artifel, das Ar:

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verbium, die Präposition und die Conjunction umfaßit, eine ziemlich arge Zersplitterung der gewöhnlichen Hortarten und eine Verschiebung des für den Anfang Röthigsten eingetreten ist. Jene sogenannten Adjectifs déterminatifs nennt der Teutsche Herausgeber „näher bestimmende Wörter" und sagt, dapi rs deren ledys Arten gibt. Offenbar ist er hier mit der Uebersebung des Wortes Aujectif déterminatif in Verlegenheit gewesen, denn Jeder, der den Sag: ,,es gibt sechs Arten von näher bestimmenden Wörtern“ liest, wird mit Necht erwarten, auch die Adverbia darunter zu finden. Dieie sechs Arten sind nämlich die Nummeralia, Por: jejira, Demonstrativa, Relativa, Jnterrogativa, Indefinita, so daß wir also Pronoms possessifs und Adjectifs possessifs befommen und uns die andern Pronos mina ebenso zersplittert werden. Eine ähnliche (Eintheilung hat schon die Grammaire nationale; doch nimmt sie mit Beglassung der Relativa und Interrogativa nur vier Classen der Adjectifs déterminatifs an. Erst auf diese sechs Clasjen der sogenannten "näher bestimmenden Wörter“ folgt der Artikel und die Declination desselber.

Dods rechten wir mit dem Verfasser und mit dem Bearbeiter nicht weiter über die Anordnung des Stoffes und wenden 1118 zum Inhalte des Gegebenen. Die Klarbeit, Bändigkeit und Richtigkeit, mit der die Regeln vorgeführt werden, ist freilid, ein bedeutendes Moment bei Beurtheilung einer Schulgrammatif, auch bra sticht fie im vorliegenden Falle auf den ersten Blic in hobein Grade, zumal da auch die Beispiele passend gewählt sind; aber Jeder, der das Büchlein zur sand nimmt, um linbefanntes daraus zu lernen, hüte sich nur vor allen Dingen, zu glauben, er fónne alles sie französische Grammatik Betreffende (wie der Verf. dicie „Kunst“ Seite 4 erklärt) saraus lernen;, was er lernt, ist gut und richtig, alior et lernt bei weitem nicht alles Nöthige; in, wir zweifeln sogar, daß er mandie der gegebenen Regeln verstehen wird, wenn er nicht schon vorher des Französischen jiemlich machtig war. Dieser Uebelstand bat darin seinen Grund, daß das Budi uriprünglich von einem Franzosen, vielleicht sogar auch für Franzosen geschrieben ist, wenigstens nicht für solche Menschen, die der französischen Svroche ganz 1111d gar unfundig sind. Eine Folge dieses Standpunktes, den der Verfasser Laharpe einnimmt, ist auch die Einmisdung einer Menge von Lehren und Regeln (3. B. von $. 20 bis S. 57), welche der allgemeinen Grammatif, aber nicht speciell der französischen angehören. Dergleichen Dinge, wenn auch flar und richtig, coch jo (figjenbaft vorgeführt, sind zum Grlernen des Französischen völlig überflüssig. Statt dessen wäre es viel erwünschter und dem, welcher wirklid, Französisch und feine allgemeine grammatische Begriffe lernen will, ersprießlicher gewesen, in manchen Caviteln mehr zu geben, als gegeven ist. Denn, um nur Eins zu berühren, was rol derjenige, der noch nicht Französisch lesen kann, mit den die Buchstaben betref: fenten Regeln von $. 12 vis S. 17 anfangen? Selbst unter der Anleitung eines geihickten Lehrers nüßen ihm ricse wieder sehr allgemein gehaltenen Regeln gar nidhts. Ebenso richtig zwar, aber auch ebenso wenig belehrend sind viele der fola genden Regeln, z. B. S. 61: „Die Namen der unbelebten Wefen haben nur cins crer das andere dieser zwei Genera, z. B. le soleil die Sonne, la lune der Mond“. Belde denn nun aber Masculina und weldie Feminina sind, sollen wir darüber nichts lernen? Dasselbe läßt sich von den Regeln über die Pronomina personalia (§. 87 bis $. 100) sagen, die zwar, so aufgestellt, unantastbar, aber nur für den, der die Pronomina schon zu gebrauchen versteht, verständlich sind; ein Knabe, der fie nod erlernen roll, wird sie wohl von einem geschickten Lehrer, aber nicht aus riesen Regeln erlernen. iind so geht es weiter in den anderen Glassen der Prono: mina, wo man z. B. bei Gelegenheit der Relativa zwar das Wort dont mit aufgeführt findet, aber nichts über dessen Gebrauch erfährt.

Soden wir also unser Urtheil über vorliegendes Buch in wenigen Worten ansspreden, so müssen wir sagen, daß, da es nur eine Recapitulation grammati: íber Regeln enthalt, es für den brauchbar ist, der schon das Gebiet der Gramma: til bereit hat, aber völlig unbraucıbar für den, der es noch nicht fennt. Worin ricfer Mangel des Buches, sowie seine für uns eutsche überflüssige Zugabe aus rein Gebiete der algerneinen Grammatik ihren Grund haben, ist schon von uns angedeutet. Leider folgt aber daraus auch dieses, daß das Budh jeßt in seiner Deutschen Gestalt an Brauchbarkeit sehr viel verloren hat. Bremen.

Dr. H. A. Müller.

L'avare. Comédie de J. B. Poquelin de Molière; herauss

gegeben von Dr. F. Köhler. Altenburg bei 3. H. Jacob.

Diese Ausgabe ist aus dem Sprachgebrauche des Dichters und sachlich erläus tert und von dem Herausgeber für Gymnasien bestimmt worden. Befanntlid ents balten die Schriften Molière's cine Menge von Wendungen und Ausdrüden, welche Der ersten ungestörten Entwidlung der Sprache angehörten und denen, wie Qerr K. fagt, erst später die Gelehrten in befangener Vorliebe für die alten klassischen Sprachen einen Mafel ausdrückten. Man muß deshalb sic (igenthümlichkeiten nicht etwa a18 bloße Verstöße gegen den Sprachgebrauch des Neufranzösischen betrachten, sondern vielmehr an ihnen dem Sdüler zeigen, wie die Entwicklung der Sprache bis zu Ende des 18. Jahrhunderts einen festen, regelmäßigen Gang verfolgte und dieser erst später eine gewaltige und dauernde Störung erlitt. Das nun wil Herr K. mit seinen Schülern erreichen, und indem er in sehr bescheidener Weise andeutet, nichts Neues und Eigenthümliches liefern zu wollen, hat er doch durch seine flei: Bige Arbeit einen trefflichen Beitrag geliefert, seine Schüler in das geschichtliche Verständniß der Sprache einzuführen, welches leider noch vielen Lehrern heutzutage ein ganz unbekanntes Gebiet ist. (68 find unter dem Terte nicht nur die auffal: leursten gleichlaufenden Stellen des Plautus mit beigefügt, sondern man findet auch überall äußerst zweckmäßige Bergleichungen der alten Austrudsweise mit dem nelleren Sprachgebrauche.

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Hyms of the old catholic church of England, edited by Dr.

Paul Boetticher. (Halle bei Lippert.)

Der Herausgeber dieses interessanten Büchleins erklärt in einer englisch ge: schriebenen Vorrede, die nicht ganz fehlerfrei ist, daß er die alten Kirdenlieder zwe i alten Drudwerten von 1730 (bei Nicolas Leturner in Rouen) und 1738 (London) entlehnt hat. Die Versehen der früheren Ausgaben sind mit großer Vorsicht eniens dirt, verschiedene Verstöße gegen das Metrum indessen unverbessert geblieben, weil sonst die Eigenthümlichkeit dieser Dichtungen bedeutend verloren haben würde. Die getroffene Cintheilung der Lieder in 1) Canonical hours, 2) Hyms throughout the whole year und 3) The little office of the blessed Trinity ist sehr übersichtlich und zweckmäßig und gewährt ein sicheres Urtheil über den Werth der beiden alten Uebersegungen.

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S Die im vorigen Heite enthaltenen Beurtheilungen über die fraug. Elementar:

bücher von Friedemann und Callin (S. 98 bis 102) find von Herrn Dr. Philippi in Düsseltorf.

Programmensa u.

Der faland. Ein Gedicht des 13. Jahrhundertø, vom Pfaffen

Konemann, Priester zu Dingelstedt am Huy. In Auszügen
mitgetheilt von Wilhelm Schaß. Progr. des Domgymnasiums
zu Halberstadt. 1851.

Das Gedicht ist mitgetheilt aus einer Handschr. Des 13. Jahrh., es enthält 711 Reimpaare in 9 Abschnitten mit dreireimigem Schluß und ist für die Cultur: gedichte interessant. Die Sprache ist gemischt aus Mittelhochdcutsch und Mittels niederdeutid. Es nennt zuerst die Regeln des Kalande, der hoch gepriesen wird, dann die dristliche Lebre von der Erlösung, dem jüngsten Gericht, den Strafen der wolle und Freuden des Himmelreiches. Die Mahnungen sind warm. Eingeschoben sind Stellen der Bibel, der Kirchenvåter, des Cicero, Seneca. Es zeigt sich der Ginfluß der Mystikres Hugo a St. Victore, der in dem nahen Augustinerkloster Hamersleben den Grund zu seinem Ruhme gelegt hatte. Eigenthümlich ist auch eine gewisse geistige Verwandtschaft mit Fritanf, so über die Neigung der Mens jchen zum Böjen, Flüchtigkeit des Lebens, Ruhm der Mäßigkeit.

Die Kalande kommen zuerst vor in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts und find die älteste Bruderschaft, fie verdanken ihren Ursprung der Vorstellung von der Kraft der guten Werte, besonders der Seelenmesse; unser Gericht verlegt sie Stif: rung ins 6. Jahrhundert und nennt als Gründer Papst Pelagius. Der Nanie kommt her von den Calendis, den üblichen Zusammenfünften der Geistlichen cines Sprengels zur Ordnung der firchlichen Feste für den laufenden Monat; die Zusammentünfte wurden nach ber aber sehr vermindert. Aufgabe war hauptsächlich Bez wahrung des Seelenbeile turch Gebete, Messen u. . w. Die Anzahl war bald 12 (nad der Zahl der Apostel), bald unbestimmt. Vorsteher war ein Dechant, die weltlichen Geschäfte besorgte ein Camerarius. Die Tracht war meist unbestimmt. Ber den Gottesdienst der Stalande besuchte und ihnen durch Gaben und Schenkungen beistand, erhielt 40tägigen Ablaß; wer die Einfünfte des Kalands ídymålerte, rurde mit dem Banne bedroht. Am meisten aber zogen zum Kaland die regelma: Rigen gemeinschaftlichen Mahlzeiten, jedeämal bei dem Bruder, der den Dienst hatte, irobei is fröhlich berging. Die Kalande erwarben schnell großes Vermögen. Eben rie Ausschweifungen der Stalandémahlzeiten gaben zu vielen Klagen Veranlassung, bie rie Reformation ihre Auflösung berbeiführte. Doch bestanden sie noch bier und da långer fort und wurden ohne Unterschied Statholische und Evangelische auf: genommen. Nach diesem lleberblid giebt der Herausgeber kritische und erklärende Anmerkungen zu dem Gesicht, mit Bezug auf die mittelhochdeutschen Dichter.

Hölscher,

Das gothische Runenalphabet. Eine Abhandlung von Dr. Kirchhof.

Progr. des Königl. Joachimsthalschen Gymnasiums zu Berlin 1851.

In einer Wiener Handschrift des 9–10. Jahrhunderts findet sich hinter Alcuinus de orthographia in zwei sentrechte Zeilen geschrieben ein angelsächs. Runenalphabet, weldem das gothische Alphabet des Wulfila bis zum u zur Seite geschrieben ist, auf der folgenden Seite abermals die gothischen Buchstaben in der Folge des latei: nischen Alphabets. linge davon stehen dieselben noch einmal, aber in ihrer ur:

u

sprünglichen Ordnung; beigefügt sind die Varianten der mittleren Buchstabenreihe. Rechts von diesen Varianten ind die Namen der Buchitaben der Ordnung 108 mittleren Hauptalphabets entsprechend eingetragen. Die Namen dieser Buchitaben, Das ist nun der Inhalt dieser ausführlichen sehr gelehrten und scharfsinnigen Abs bandlung, find wirklich gothische. Dem Schreiber lagen von Nationalgothen auja gezeichnete Alphabete vor, theils in gothischer theils in lateinischer Folge, er war dadurch mit der Geltung der gothischen Buchstabenzeichen im Allgemeinen bekannt; aber eine genügende Kenntniß der gothischen Sprache besaß er nicht und beging manche Irrthümer. Sind nun aber auch dieser Berderbniß wegen nicht alle Nas menoformen mehr mit Bestimmtheit zu erklären, so sind doch die meisten entweder deutlich oder nach einer nidit künstlichen Emendation der Fehler der Abschreiber zu erfennen als wirklich gothische Namen. Diese bisher råthselhaften Namen stimmen nämlidi mit denen der angeljädhj. und nordischen Runen in überraschender Weise überein, nur 1 Laute sind der gothischen Sprache eigenthümlich und für dieselben entsprediende Runen: namen nicht zu vergleichen. Diese 25 Budystavennamen gab Wulfila den Zeichen des von ihm neu gebildeten Alpbabets, die Erfindung dieser Namen aber gebührt nicht ihn, er but sie nur entlehnt; für die Bezeichnung jener alten Runennamen, die also die (Gothen schon längst hatten, richtete er das griechische Alphabet ein, das durch ihn die Gothen annahmen. Die Veränderungen, welchen das griechische Alphabet uns terworfen werden mußte, um einen adäquaten Ausrruc nes gotbijden Lautsystems abzugeben, waren tiefer eingreifend als die Veränderungen des lateinischen Alphabots bei den Angelsachsen, und deshalb sagt man, Wulfila habe die gothisden Buchstaben erfunden. (r hat aber nicht ein neues Alphabet erfunden, sondern er bat seinen Landsleuten nur den Gebranch des byzantinischen Alphabets, zu dem die Culturzustände der Zeit drängten, erleichtert und vermittelt, indem er dasselbe für seine neue Bestimmung zurect legte und crgänzte. Das griechische Alphabet ist die Mutter des gothischen in keinem andern Sinne, wie das lateinische die des angeljächsischen oder selbst des althochdeutschen, daher der Ordnung des gothischen Alphabets die griechische Budystabenfolge zu Grunde liegt. Nach den Verbesserungen Des Verf. lautete das gothische Runenalphabet der 28 Buchstaben alio : faihu, úrus, thiuth, ans; raida, chozma, giba, vinna, hagls, nauths, eis, jêr, pairtha, sojil, Tius, bairka, manna, lagus, Iggvs, dags, ôthal, eyz, ezec, quetra, hvair; für sieje 4 legten fehlen entsprechende Namen im angelsädys. und nordischen Runenalphabet,

Holder.

Progr. der Realschule zu Insterburg von A. Schweiger. 1851.

Diese Schrift enthält nicht etwa die Abhandlung eines Lebrers, sondern bringt vielmehr 3 frang. Ausarbeitungen von Schülern : ,,1) Prise de Magdebourg en 1631, et les évènements principaux qui la précédèrent; 2) Bataille de Fehrbellin, und 3) Evènements de 1813, depuis l'expiration de l'armistice jusqu'à l'expulsion des Français de l'Allemagne.“ Die Aurjabe, welche ziemlich gut rind, sollen dem lejer ein Bild von dem geben, was im Französiden auf der Scule geleistet worden ist. Ref. ist der Ansicht, daß sie diesen Zweck doch nicht ganz erfüllen, und muß sich überhaupt sehr entschieden gegen das Abrrucken von Schülerausjäßen erklären, obwohl dieses von tüchtigen Pädagogen bereits mehrfach geschehen ist. Die Mittheilung der vorliegenden Arbeiten läßt sich allerdings eini: germaßen entschuldigen, da die Verfasser bereits alle todt sind und dadurch manche Ucbelstände wegfallen, die wir wohl kaum nambaft zu madyen brauchen. Jeder Le: jer thut in soldem Falle ganz unwillkürlich eine Menge von Fragen, ale : Welche Anleitung war dem Schüler bei seiner Arbeit gegeben? Welche Bilsemittel hatte er? Jit aud) wirklich gar nichts corrigirt? Rübrt die Arbeit von einem der bei: jern Schüler her, oder nicht? Vielleicht von dem besten? Doch genug! Unsere Benierfungen sind nur ganz allgemein, und es mag vielleicht local redyt passend jein, daß Hr. S. seinen drei Schülern, die er als gute und tüchtige bezeichnet, ein solch chreudes, freundliches Denkmal geseßt bat.

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