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Außerdem ist die ganze Regel höd;st dürftig ausgestattet. Es fehlen darin die wichtigsten Angaben, die aus Girauld-Duvivier u. A. leicht herbeizuschaffen waren.

S. 23. Vom Artikel heißt es: „Vor Personennamen bat er gewöhnlich den Zwed der Hervorhebung ausgezeichneter Individualität; 3. B. le Dante, le Tasse.“ Senu das wahr wäre, müßte er sich doch viel häufiger auch bei Nicht:Italienern so finden, während der Verf. selbst S. 26 nur zehn Namen angiebt, die den Artikel baben. Es ist dies augenscheinlich nur eine von Italien hergenommene Bezeichnungeart, eine bloße Unregelmäßigkeit, die Beschränkung auf 10, worunter Canove, der immer Canova heißt, mit llurecht aufgeführt ist, und Pétrarque den Artifel nicht immer bat, muß als ein Irrtbum bezeidnet werden, denn es giebt noch jehr viele italienische Dichter- und Künstlernamen mit dem Artifel. lebrigens ist nur trockene Negel gegeben, ohne alle Begründung, während gerade beim Ar: tikel die innerste Anschauung, scharf bezeichnet werden kann. Es wird zwar am Ende auf die Syntaf verwiesen, dort aber ist vom Artikel als solchem gar nicht die Rede.

S. 28 wiederholt sich die Bemerkung, daß bei Stoffnamen u. s. w. die Funts tion des Artifels feine andere sein kann, als Geschlecht und Casus zu bezeich: nen. Dies ist nun aber durchaus nicht der Fall, denn im Plural unterscheidet sich ja fein Geschlecht, und der Casus liegt ja auch nicht im Artifel, sondern wird durch Präpositionen verreutlicht. Der ganze Begriff des article partitif paßt auch nicht ins Bedersche System.

S. 29 ist die Regel seltsam genug: „Das Geschlecht der Adjektiven“ besdyrics ben. Dann heißt es: „Der Form nach ist das Geschlecht der Adj. nur bei denen (!) darstellbar, die nicht schon im m. ein stummes e haben, da eben dieses stumme e als Zeichen des f. betrachtet wird. Sonach waren die adj. agréable ... als geídleditslos anzusehen.“ Kann man wohl diese einfache Sache ungeschicter aus: drüden?

S. 31. Der Numerus. Hier ist von den Formwörtern, die der Verf. S. 46 als Adj. betracytet, gar nichts erwähnt, obwohl es wym System gehörte. Dafür stehen sie S. 54 bei den Zahlwörtern.

Bei der Comparation, die der Verf. erst auf plus und le plus beschränkt, ersheint auf derselben Seite auch moins und le moins. Seltsam ist die Erklärung: der Positiv stebe außer der Vergleichung, und der Superlativ ohne alle Ber: gleichung.

'S. 32 heißt es, plus petit betreffe den Umfang, und moindre den Werth; statt umfang war hier zu sepen, das Größen - Maß. Majeur und mineur nennt der Verf. Comparative mit eingeschränkter Bedeutung; dann hätte er auch intérieur und extérieur u. s. w. angeben müssen; es sind dies aber nur berübers genommene und durch Form eingebürgerte Fremrwörter, in denen der comparative Begriff zurückgetreten ist.

Bei den Zahlwörtern finden wir S. 33 die Brud zahlen angegeben, aber in der Ausführung, S. 38, find sie vergessen.

Bom Pronomen, S. 35, S. 55, heißt es: „Unter den Formwörtern ist das Pronomen am meisten individualifirt (uns unverständlich !), indem es den Gegensaß von Person und Sache in dem Dem. Int. und Rel.-Pr. zugleich als rium: lichen Gegensaß darstellt.“ (Unbegreiflid. Person und Sache im Gegensatz zllgleich räumlicher Gegensaj?)

S. 38. Bisweilen wird auch monsieur als dritte Person zur Anrere gebraudt, dann folgt als Beispiel auch madame. Warum nicht überhaupt Würde: namen? Weiter ist von einem Pronominaladverb, en, und von y die Rede, beide aber stehen nicht in der llebersicht S. 36. Sie stehen jedoch bei der Aus: führung S. 48, wo wir die der Zeit, lors, alors u. a. vermissen.

lleber lui und soi wird S. 39 nichts weiter bemerkt, als soi-même und luimême werden wie Objekt und -Subjekt unterschieden, was auch unrichtig ist, tenn in on ne doit pas se louer soi-même, ist dies ja auch Subjekt. S. 47 wird über soi besonders gesprochen. Dort heißt es : Dém Cajus nach ist es nur bisweilen Nom., Ž. B. être soi, sein Selbst behaupten. Bei dem Infinitiv an:

Archiv f. 11. Sprachen. X

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derer Verben wird dieser Nomin. mit même verbunden. Was hat der Infinitiv da: mit zu thun? Jede Sprachlehre giebt über soi bessere Auskunft.

Die Erklärung S. 49. Das verbe subjectif bezeichne eine richtungslos gedachte Thätigkeit, und das verbe objectif fönne nicht ohne Richtung gedacht wer: den, - ist offenbar nicht angemessen, denn appartenir, pénétrer und dergl. et: fordern immer eine Richtung ohne transitiv zu sein. Richtung ist nicht leidender Gegenstand, wie der Verf. felbst S. 102 anerkennt.

Warum hier überhaupt Beders Cintheilung und Ordnung verlassen wird, begreifen wir ohnehin nicht, da das Verb gerade den Nerv des ganzen Systeme ausmacht. Wie konnte unser Verf. auch nur denken, daß man den . Arten deo Vervums in 8 Zeilen erschöpfend darstellen könne?

Bei Durchführung der Conjugation finden wir plößlich S. 61 régime direct und indirect erwähnt, wovon vorher nichts vorkommt. Eine Anmerkung, welche tem Schema des Passivs folgt, möge zeigen, wie der Verf. verfährt; fie lautet wört: lich also:

„Der pasfiven Flegion sind nur die transitiven Berben fähig, d. 6. diejenigen, welche im Actif ein régime direct Accusativ fordern; daher être obéi (Gehors sam erhalten (!) wegen des im Actif stattfindenden rég. indirect

obéir à qn. als Auønahme von der Regel zu betrachten ist. Nur gegen den deutsden Sprachgebrauch sind, die Paffiva: être précédé, être suivi, da sie im Actif ein rég. dir. bei sich haben und auch mit avoir conjugirt werden.“

Erstens gehört der Gegenstand in eine Hauptregel, nicht aber in eine nach: ziehende Bemerkung; denn er betrifft das Wesen des Verbal- Begriffes ; gweiteng aber erscheint hier die Verschiedenheit der Bedeutungen in der deutschen und der französichen Sprache auf zwei Berba eingeschränkt, während es viele find. Die ganze Darstellung ist unrichtig. Schüler sollen eigentlich aufmerksam gemacht wer: den, daß fie aus der Rection des deutschen Verbs nicht immer das französische errathen können, indem hier rég. dir. cintritt, wo ein deutscher Dat. gefordert wird. In der Syntag ist auch wirklich einiges Nähere darüber zu finden.

Heberhaupt stoßen wir hier öfters auf Anmerkungen und Zusäße, seren Stelle im System sich gar nicht rechtfertigt, und deren Ilnwahrheit zum Theil auffallend hervortritt. 3. B. S. 63. Das unpersönliche il est steht bei Zeitbestimmun: gen: il est tems, midi. Also sonst nicht? Evendas. zu: Il me faut écrire. Da aber me Subj. und Obj. sein kann, so ist die Unbestimmtheit durch verän: derte Stellung des Pronoms zu vermeiden: Il lui faut parler, Il faut lui parler.“ Das sieht aus, als ob die Wahl gegeben sei, und man so oder so in jedem Sinne schreiben dürfte.

S. 64 steht folgende Regel: „Jedes Aktivum eines verbe transitif wird mit avoir und das Palfivum mit être conjugirt. Dieser allgemeinen Regel schließen fich auch die verbes neutres an, indem nur einige derselben être zu ihrem Hülfes verbum nehmen.“ Wie verworren! statt, auch die meisten v, n. haben avoir.

Nun hat der Verf. aber S. 81 zu den Şúlføverben pouvoir, vouloir, devoir, falloir u. s. w. gerechnet. Hier im Abschnitt: Gebrauch der Hüljé verben, ist von diesen gar nicht die Rede.

Alles, waš weiter im etymologischen Theile folgt, ist eben so flüchtig und unordentlich zujammengewürfelt.

Wie sieht es in der Syntar aus? Beder überall in Eintheilungen, Herrs mann in der Ausführung. S. 84 steht die Bemerkung:

„Inter den Formwörtern haben nur die Pronomina, die Zablen und at: verbialen Formwörter eine grammatische Bedeutung, indem die übrigen (welde?) nicht als eigentliche Glieder des Sabes gelten.“ Was soll man renfen? Sind sie Hülfsverba, die hier Formwörter genannt werden, nicht Glieder des Sages? Ilnd warum ist Pronomina bervorgehoben?

S. 87. Das prädikative Arj. und Subst. congruirt, wie das Berb mit dem Subjekt in Zahl und Geschlecht. Wo congruirt denn ein französisches Berb im Geschlecht?

S. 88. Ob ein mit avoir conjugirtes Part. deklinirt oder nicht deklinirt wire. Wie fommt Deklination hierher? S. 89 steht wieder, das Part. wird nie verwandelt, wenn der Infinitiv ausgelassen ist.

Die Unordnung der Darstellung ist überall "bemerkbar. Auch Widersprüche feblen nicht. S. 86 heißt es: Benn ce auf ein im pluriel stehendes logisches Subjekt dritter Person geht, so steht das Berbe regelmäßig im pluriel: ce sont. Bei neuern Schriftstellern ist dagegen fut-ce, sera-ce gebräuchlich. S. 92 heißt es wieder: lleberhaupt machen die Schriftsteller des Siècle de Louis XIV. häu: figura Gebrauch von c'est vor einem pluriel.

Non lese nun noch folgende Erflärungen, um sich zu überzeugen, wie unflar Der Berf

. die wesentlichsten Gedanken ausdrüdt: S. 94. Das Defini drůdt Handlung von fürzerer oder längerer Dauer aut und ist als tems historique vom relatif — tems descriptif - dadurch unter: fbieden, daß dieses einen Zustand bezeichnet. Kurz vorber steht aber : Von zwei bergangenen Handlungen steht die langere im relatif, die fürzere im défini. Sis jagt überhaupt der Ausdrud: von längerer oder fürgerer Dauer? Was ist tas anteré ale jede Handlung?

S. 95 wird eine weitläufige Darstellung der Modus-Verhältnisse gegeben (bei Beder flar), die wir nicht durchdringen fonnten. Was die Schüler" daraus madhen (elen, steht dahin. Man vernehme nur den Anfang :

da Rodus, ale dem Beziehungsverhältnisse des Gedankens zur Wirklichkeit, n. 1. der in einem Gedanken des Sprechenden prädikativen Einheit von Sein und Thätigkeit, individualisirt sich der Gedante zuerst nach den Denkformen des Ge: g raja bes und der Gausalität. Der so als Modus des Gedachten Det Berbältnisses der Begriffe zu einander aufgefaßte Begriff der Wirklichkeit, wird afé Modus des Prädiřated unterschieden und in der Sprache gewöhnlich dard Formwörter ausgedrüdt.

Arme Sdüler, was wird euch zugemuthet !

S. 102. Der Subjonctif ist Modus der logischen Möglichkeit des Nebens fakes

. Diese findet im Französischen statt, wenn der Gedante des Nebensajes nur gramm. Berhältnisse zum Hauptsaße steht, d. h. fich wie ein Casus oder Attribut ju ihm verbält, und daber vom Sprechenden nur wie ein bloß angeschauter (!) Gedanke in den Saß aufgenommen ist.

Da die Adverbialfäße (von dies jen war aber bidher feine Rede!) in einem logischen Verhältnisse zum Hauptsaße (also nicht auch zu Nebensäßen?) stehen, d. 5. anschauende Gedanken des Spre: denten find u. 1. w.

Wir sind nicht im Stande, den Unterschied zwischen angeidauten und and a uenden Gedanken (abgesehen von der Richtigkeit des Austrade) zu begreifen.

S. 105. Da die attributiven Nebenfäße seltener in einem grammatischen, als vielmehr in einem logischen Verhältnisse zum Hauptsaße stehen u. s. w.

- Dies wideripridt dem Borhergehenden.

S. 118. Im objektiven Saßverhältnisse werden Sein und Thätigkeit jun Begriffe einer Thätigkeit verbunden.. (llns unverständlich!)

S. 121. Der Accusativ (régime direct) ist die ergänzende Beziehung eines auf die Frage w obin die Thätigkeit leidenden Objekte. (Allo: der Schüler leidet, pean fet pebrer ihn schlägt, wobin? also ist der körperliche Theil hier régime direct?) Beispiele creuser, raffraichir, dorer u. a. als fausative; frågt nun wohl irgeat ein Mensch bier : wohin?

S. 122. Ginige objektive over objektiv gebrauchte Berben, z. B. devenir u. a. Be wird denn devenir objektiv gebraucht?

6. 131. Hier erscheinen endlich Adverbialsá ße, von denen die Eintheilung S. 84 gar nichts weiß.

Alles Weitere wird sehr kurz abgehandelt, wie wir dies auch bei vielen, das Sud jonit erfüllenden Bemerkungen gefunden haben.

Sir fönnen nicht umhin, geradezu auszusprechen, daß der vorliegende Versuch, ta Betersche Anschauung auf den unterricht im Französischen anzuwenden, durchand terjebli ascheint. Wir thun dicó mit Bedauern, denn es hätte und Freude gemacht, eine gelungene Arbeit dieser Art vor uns zu sehen, weil es an eigentlich wissenschaftlichen Sprachlehren für neuere Sprachen immer nod, mangelt.

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Gestehen aber wollen wir, daß wir das Bedersche System, oder, wenn man lieber will, seinen Organismus der Sprache nicht für geeignet halten, dem lin: terricht in romanijden oder halbromanischen Sprachen als Grundriß zu dienen, wie wir überhaupt nicht glauben, daß ein Spradbau mit Erfolg auf dem Grundriß ciner andern, dem Geiste nach verschiedenen, errichtet werden könne. Der bis: herige lateinische Kram hat schon beim Studium der griechischen Sprache aufgegeben werden müssen, und ist bei neuern Sprachen mit Recht gänzlich verlassen worden. Für ihn aber wieder einen andern gleichmäßigen Zuschnitt zu erfinden, erscheint uns als eine Versündigung an dem Sprachgeiste. Man gebe lieber daran, jede Sprache nach ihrem eigenen Organiêmus darzustellen, und thue das für andere, wað Beder für unsre Mutterspradze geleistet bat.

J. M. Toft.

1. Englischer Lieberschaß, herausgegeben von Karl Elze. Dessau bei

M. Kab. 1851. 2. Albion und Erin, in Liedern; herausgeg. von Victor v. Arento

schild. Mainz bei V. v. Zaberni. 1851.

(s ist eine erfreulidie Erscheinung, daß in der neueren Zeit das Studium der englischen Sprache immer mehr Freunde findet, und jeder neue Beitrag, welcher casselbe wahrhaft fördern kann, verdient deshalb an diesem Orte Berücksichtigung. Ref. fann die beiden obigen Werke freudig begrüßen und sie den Lesern dieser Zeitschrift bestens empfehlen. Herr (Elze giebt einen stofflich geordneten Abriß der ges genwärtigen lyrischen Welt und Lebensanschauung der Engländer und Anglo-Amerikaner; sie wirklich geschmadvoll ausgewählten herrlichen Lieder sind unter folgende Abschnitte vertheilt: Vaterland und Heimath, Welt und Natur, das Leben, die Liebe, (spisches. In einem Anhange finden wir noch eine ziemlich lange Reihe von Gedichten, welche aus dem Deutschen ins Englische übertragen sind, und endlich furze Nad richten über die Verfasser der in der Sammlung enthaltenen Dichtungen.

Das Werk des Hrn. von Ärentsschild enthält eine Auswahl aus den besten Gerichten vou Th. Moore, Byron, Burns, Shelley, Campbell und Thomson, nebst sieben größern Stücken aus Percy's Reliques Die einzelnen Stücke sind nadı den Verfassern geordnet; dem Englijden steht immer die deutsche Uebersepung gegenüber, welche von ørn. A. im Versmaße des Originals wiedergegeben ist. Einzelne Härten abgerechnet, ist die Uebersepung bei großer Treue recht fließend, und läßt turdy ihre Lieblichfeit das Driginal oft vergessen.

Die Ausstattung beider Werke ist sehr schön und sie eignen sich ganz vorzüglid zu Gescenfen.

Französische Sprachlehre. I. Cursus. Von 3. P. Heyl. Coblenz

bei J. Hölscher. 1851.

Dieses Fleine Büchlein, welches nur 78 Seiten umfaßt, ist von dem Verf. für die untere Klasje einer Realsdule bestimmt; (8 giebt auf den ersten 12 Seiten ganz kleine kindliche Erzählungen mit Interlinearübersepung, denen sich verschiedene kurze Aufgaben in Fragen ansdyließen, welche zugleich passende Winke über den Gebrauch des Buches geben. Naciocin die Schüler auf dieje Wcije recht vraftijd, in die Sprache eingeführt sind, die Leseregeln gelernt, und einen ziemlichen Vorrath von Wörtern und Wendungen erworben haben, folgen die Paradigmen und Regeln der Formenlehre über die einzelnen Neretheile. Warum auch diese Regeln in die

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Form von Fragen und Antworten gebracht ind, begreift man nicht recht, und es scheint, daß hier im Allgemeinen ein gut Theil Raum hatte gespart werden können. Bon S. 36 bis zum Šdylusje schließen sich hierauf deutsche und englische lieber: seßungsaufgaben an, von denen mehrere auch dialogische Form haben, und die wohl geeignet erscheinen, die Sdüler gut in die Sprache einzuführen und die grammatischen Regeln in zwedmäßiger Weise zu befestigen.

The bride of Messina, translated into English by J. Towler.

Carlsruhe bei Bielefeld. 1850.

Bir empfangen bier von einem Mitgliede des St. John's College in Cam: bridge eine recht gelungene Ueberseßung der Schiller'sdien Tragödie, auf welche wir mit Vergnügen die Leser dieser Zeitschrift aufmerksam machen. Der Verf. ist beiter Sprachen volkommen mächtig; er bat das Original so getreu und richtig überseßt, und die englische Diction bat solchen Schwung, daß man das Werf mit wabrem Vergnügen liest

. Das Versmaß ist genau wiedergegeben, und es könnte böchstens etwa nur gerügt werden, daß dem Verf. bei seinen fünffüßigen Jamben an einigen wenigen Stellen (wie gleich in der zweiten Zeile zu Anfang) cin Fuß zu viel mit unterläuft.

Englisch-Deutsche Handels-Correspondenz. Von A. Pineas. Crefeld,

bei C. M. Schüller. 1851.

Neben den-Handbüchern von Hodgkins, Anderson, Flügel u. A. m. kann auch das vorliegende bestens empfohlen werden, und es hat insofern noch einen Vorzug vor allen andern derartigen Büchern, daß es abwechselnd einen englischen Brief zur Anschauung und gleich nachber einen deutschen zum leberseben vorlegt. Die Briefe sind sehr mannigfaltig und gut stilisirt, und ein Anhang ebt zugleich über die schwierigsten Wörter und technijden Ausdrüde die erforderliche Belehrung.

Lehrbuch für den elementaren Unterricht in der Englischen Sprache.

Von 3. Fölsing. Berlin 1851. Bei Th. Ch. F. Enslin.

Das rühmlich bekannte Elementarbuch des verstorbenen Fölsing, welches in methodisher Þinsicht viele Vorzüge hat, erscheint hier bereits in der sechsten Auflage, und man fann daraus mit Grund schließen, daß es sich viele Freunde erworben hat. Der neue Abdruck bringt keine Veränderungen, welche das Buch wesentlich von der dritten Auff. unterscheiden, und sie würren auch wohl etwas mißlich sein, wenn man nicht bedeutend reformiren will.

Der deutsche Dichterwald. Herausgeg. von D. L. Gruppe. 3 Thle.

Berlin, G. Reimer 1849.

Wir haben es in dem vorliegenden Werte nicht mit leichter Meßwaare und Fabritarbeit, die ihrem wohlverdienten Mafulaturschickjale nicht zu entgehen pflegt, sondern mit einer Arbeit, die eben sowohl von dem tiefen Bestreben res erausgevers zeugt, als sie geeignet ist, einem gemeinsamen Verlangen in dem fernhaften Theile unserer deutschen Nation zu genügen. Dieses Verlangen, jenes Bestreben

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