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Soeben ist erschienen:

Alexander von Oettingen: Lutherische Dogmatik. In zwei Teilen.

Erster Teil: Principienlehre.

30 Bog. 8°. Geh. 8 Mk. Eleg. geb. 9 Mk.

Der Reichsbote" schreibt über den I. Band von Alex. v. Dettingens Dogmatik:
„Form wie Inhalt ist gleich anmutig, gleich erbaulich... Wer des Studiums dogmatischer
Bücher müde geworden ist, weil ihr Inhalt ihn kalt läßt, weil nicht sein in-
tellektuelles, noch weniger sein seelisches Bedürfnis befriedigt ist, hier wird er
wieder Lust zu dogmatischen Studien empfangen, wird nicht bloß Förderung seiner
Erkenntnis, sondern, was wohl das Höchste ist, wird Erbauung finden."

Die innere Mission auf der Kanzel.

Ein

Dr. Theodor Schäfer: homiletisches Hilfsbuch für evangelische Geiftliche.

25 Bog. gr. 8o. Geh. 5 Mk. Geb. 6 Mk.

Was J. Hesse's Buch für die Äußere Mission, will Pastor Dr. Th. Schäfers Buch
für die Innere Mission bieten: ein reichhaltiges Material von Predigtentwürfen der
bedeutendsten Kanzelredner Deutschlands für alle gottesdienstlichen Gelegen=
heiten im Bereich der Inneren Mission sowie auch für die Verwertung der Inneren
Mission in der Sonn- und Festtagspredigt und in Bibelstunden. Es steht zu hoffen,
daß das Werk nicht nur für diejenigen Geistlichen, die sich die Förderung der Inneren Mission zur
speziellen Aufgabe gemacht haben, sondern überhaupt für alle Prediger eine willkommene Handreichung ist.
Direktor des Realgymnasiums in Erfurt:
und Methodik des

Dr. Friedrich Zange, Didaktik

evangelischen Religionsunterrichts für höhere Schulen.
18 Bog. Lex.-8°. Geh. 5 Mk. 50 Pf. Geb. 6 Mk. 50 Pf. (Sonderausgabe aus
dem Handbuch der Erziehungs- und Unterrichtslehre").

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„Darf ich von meiner persönlichen Erfahrung reden" sagt der Verfasser im
Vorwort so muss ich bekennen, dass ich in meinem Unterricht durch Beispiel und Rat
anderer, sowie durch didaktische Studien und immer erneute Selbstprüfung
viel Förderung erfahren habe. . . . Vielleicht geht es dem einen oder andern Kandidaten
oder angehenden Lehrer auch so, und dann dient vielleicht, was ich im Laufe
einer 25jährigen Wirksamkeit als Religionslehrer unter sehr verschiedenen
Verhältnissen durch mancherlei Versuche hindurch für richtig erkannt habe,
wenigstens zur Anregung."

Konfirmationsgeschenke.

Baum-Geyer: Jlußtrierte Kirchengeschichte. 2. Aufl. Geb. 15 Mk.

D. C. v. Buchrucker: Der Weg des Friedens. Ein Beicht- und Kommunionbuch.
5. Aufl. Geb. 2 Mk. 20 Pf.

L. Endres: Gedenke mein! Mitgabe fürs Leben, unsern Konfirmanden gewidmet.
3. Aufl. Geb. 1 Mk. [Partiepreis 25 Expl. à 80 Pf.!]

Karl Haußleiter: Fürs Leben. Der Katechismus als Gabe für Konfirmanden und
Konfirmierte. 3. Aufl. Geb. 60 Pf. [Soeben erschienen! Auf 20 Erpl. 1 Freierpl.!]
Karl Hofftätter: Von Bethanien nach Golgatha. Passionspredigten. Geb. 2 Mk. 80 Pf.
Karl Klein: Fröschweiler Chronik. Prachtausgabe gebunden 10 Mk. [Kleine
Ausgabe: 15. Aufl. Kart. 2 Mk. 80 Pf.]

Lebensfragen. Herausgegeben von Auguft Sperl. Geb. 4 Mk.

Wilh. Löhe: Samenkörner des Gebets. 40. Aufl. Feine Ausg. m. Goldschn. 2 ME. 80 Pf.
Auguft Sperl: Die Fahrt nach der alten Urkunde. 3. Aufl. Geb. 4 Mk. 50 Pf.
„Eine christliche Unterhaltungsschrift ersten Ranges." Theol. Litt. Bl.

Augußt Sperl: Die Söhne des Herrn Budiwoj. Geschichtlicher Roman in 2 Bänden.
Eleg. geb. 12 Mk.

Ein Buch für Alte, um sich zu prüfen, ob sie Treue gehalten haben, ein Buch für Junge, um
die Wange von der Glut aufleuchten zu lassen, die die Öffenbarung adeliger Seelen in jungen
Herzen entzündet!" Herm. Deser.

Oberkonsistorialpräsident D. Adolf von Stählin: Ein Lebensbild. Mit einem Bildnis
in Lichtdruck. Geb. 2 Mk. 80 Pf.

Karl Tanera: Erinnerungen eines Ordonnanz - Offiziers_im_Kriege 1870/71.
Prachtausgabe. Gebunden 14 Mk. [Kleine Ausgabe: 7. Aufl. 2 Bände.
Kart. à 2 Mk. 40 Pf.]

Dr. Gustav Zart: Das menschlich Anziehende in der Erscheinung Jefu Chrifti.
Eleg. art. mit Goldschnitt 1 ́ Mť. 20 Pf.

Zof. S.

Schriften des Institutum Judaicum in Berlin. Nr. 14.

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„Volksmedizin“ und des „jüdischen Blutritus“.

Von

Hermann T. Strack,

Dr. theol. et phil., ao. Profeffor der Theologie an der Universität zu Berlin.

Fünfte bis Siebente Auflage.

12.-17. Tausend.

(Neubearbeitung der Schrift „Der Blutaberglaube“.)

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Alle Rechte, auch das der Übersezung in fremde Sprachen, vom Verfasser

vorbehalten.

APR 1 2 1932

Druck von A. Weichert, Berlin NO.

Aus dem Vorwort zu den ersten drei Auflagen.

Jedes Jahr, besonders um die Osterzeit wird die Beschuldigung erneuert, daß die Juden oder, wenn auch nicht alle Juden, so doch Juden zu rituellen Zwecken Christenblut gebrauchen. Diese Anklage wird noch oft wiederholt werden, wenn die Entgegnungen nicht aufhören sich zu beschränken auf Widerspruch und Widerlegung der vor= gebrachten Gründe. .. Ich betrachte daher jene Beschuldigung im Zusammenhange mit der Bedeutung des Blutes für den Glauben und insonderheit den Aberglauben der ganzen Menschheit.

Schon im Jahre 1882 (Tisza-Eszlar!) habe ich mich über die Frage, ob die Juden zu rituellen Zwecken Christenblut gebrauchen, in der Evangelischen Kirchen-Zeitung vom 12. August (Nr. 32) ausgesprochen... Fortgesetzte Studien [gelegentlich des „Falles Bernstein", s. S. 102 f] zeigten mir vor mehr als zwei Jahren, daß zwar meine verneinende Antwort richtig, aber eine tiefer gehende Begründung möglich, ja notwendig sei. Die Art, wie aus Anlaß der in der Nacht vom 12. zum 13. April dieses Jahres in Korfu [s. S. 151 f] geschehenen Ermordung eines achtjährigen Mädchens wieder über rituellen Mord gesprochen wird, nötigt mich die Ergebnisse meiner damaligen Untersuchungen jetzt bekannt zu machen. . . Ich bin angelegentlich bemüht gewesen, den Thatbestand selbst reden zu lassen und habe . fast ausschließlich die Aussagen der von mir benutzten Quellen in unverändertem Wortlaut geboten: so kann jeder, der wirklich objektiv urteilen will, sich selbst eine Überzeugung bilden.

Was ich habe vorbringen müssen, ist zum großen Teil recht garstiger Art. Soll aber die furchtbare Krankheit des Aberglaubens geheilt werden, so müssen wir zuvor die Krankheit kennen. . . An unsre christliche Geistlichkeit, an unser ganzes christliches Volk wendet sich mein Mahnwort: Auf zum Kampfe, nicht nur wider den Unglauben, sondern auch wider den Aberglauben! Wenn die deutsche Christenheit, frei vom Aberglauben, fest steht im rechten Glauben an den gekreuzigten.

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