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The plans of Antioch and Jerusalem have been reproduced from the German work, and will no doubt assist the student in following the military operations of the sieges of those towns.

The Editor has, moreover, to thank Mr Bensly for the great care with which he read the notes before they went to press.

HAMBURG, December, 1877.

Friedrich Ludwig Georg von Raumer

wurde zu Wörlig bei Dessau am 14. Mai 1781 geboren, besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium zu Berlin, und studirte in Halle und Göttingen die Rechte und Staatswissenschaften. Mit dem 20sten Jahre

(1801) wurde er Referendarius bei der kurmärkischen Kammer, schon im folgenden Jahre wurde er zum Affeffor befördert. Er stieg rasch und wurde im Jahre 1810 von dem Kanzler von Hardenberg im Ministerium beschäftigt. Fortwährend aber waren ihm geschichtliche Studien lieb gewesen; diesen konnte er sich ausschließlich widmen, als er im Jahre 1811 zum Professor an der Universität Breslau ernannt wurde. Schon damals trug er sich mit dem Gedanken, die Geschichte der Hohenstaufen zu schreiben; um hiezu Materialien zu sammeln, unternahm er in den nächsten Jahren verschiedene Reisen. Im Jahre 1818 erhielt er eine Profeffur der Staatswissenschaften in Berlin, las aber vorzüglich über Geschichte. Er wurde auch Mitglied der Akademie. Er entfaltete nun eine große und vielseitige schriftstellerische Thätigkeit. Schon seine ersten Versuche, die an geistvollen Bemerkungen über Leben, Staat und Litteratur reiche Herbstreise nach Venedig" (1816), sowie die Vorlefungen über alte Geschichte" (1821), wurden sehr beifällig aufgenommen, besonders wegen ihrer schönen und gefälligen Darstellung. Unter seinen Werken steht jedoch die „Geschichte der Hohenstaufen" in sechs Bänden (1823—25) am höchsten. Mag auch der Einfluß der romantischen Anschauung des Mittelalters hin und wieder den klaren Blick des Verfassers in der Beurtheilung einzelner Thatsachen getrübt haben, so verdient doch dieses große Werk in vollem Maaße die Anerkennung, welche ihm das deutsche Volk hat werden lassen. Der Verfasset sucht die Zeit der Hohenstaufen in jeder Weise zu erschöpfen, und gehr

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viii Friedrich Ludwig Georg von Raumer.

sorgfältig auf die Rechtsverhältnisse des Staats, der Kirche und der einzelnen Stände des Volkes ein, während er sich auch über Kunst, Wissenschaft und häusliches Leben verbreitet. Besonders aber hat man mit Recht immer die gefällige Darstellung gerühmt, obgleich man gelegentlich größere Kürze wünschen könnte. Hinter den Hohenstaufen steht Raumer's „Geschichte Europa's seit dem Ende des funfzehnten Jahrhunderts" (in 8 Bänden, 1832—52) bedeutend zurück. Seine Reisen nach Frankreich, Italien und England lieferten Raumer den Stoff zu verschiedenen lesenswerthen Büchern, unter denen wir seine „Briefe aus Paris und Frankreich im Jahre 1830," sowie die „Briefe aus Paris zur Erläuterung der Geschichte des 16ten und 17ten Jahrhunderts," und seine drei Bände über England im Jahre 1835 und 1841 hervorheben. Auch Raumer's leßtes größeres Werk, „Die Vereinigten Staaten von Nordamerika" (2 Bände, 1845) verdient wegen der Unparteilichkeit, mit welcher der Verfasser die eigenartigen Zustände der großen Republik der neuen Welt beurtheilt, ein genaues Studium. Im Jahre 1848 wurde Naumer zum Mitgliede des deutschen Parlaments in Frankfurt am Main gewählt, ja er wurde von diesem als Gesandter nach Paris geschickt, ohne sich jedoch durch politische Erfolge auszuzeichnen. Nach dem Scheitern der Bestrebungen des Jahres 1848 kehrte Raumer nach Berlin und zu seiner Wissenschaft zurück. Es war ihm vergönnt, ein hohes und rüstiges Alter zu erreichen und die großen Erfolge mitzuerleben, welche das deutsche Volk endlich an das Ziel seiner Wünsche zur Errichtung eines Reiches, das stärker ist als die Hohenstaufenherrschaft in ihrer glänzendsten Zeit — geführt haben. Raumer starb zu Berlin am 13. Juni 1873.

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Der erste Kreuzzug.

Erstes Hauptstück.

Sowie das Christenthum in den Gemüthern Eingang fand, erzeugte sich auch die Liebe zu seinem Stifter und die Verehrung der Stadt und des Landes, wo er geboren ward, lehrte und für das Heil der Menschen starb. Aus solchen Gründen entstanden die Wallfahrten nach dem heiligen 5 Lande; und nichts bedarf einer Rechtfertigung, was sich natürlich aus dem menschlichen Gemüthe entwickelt und heilsam darauf zurückwirkt.

Schon Konstantinus ließ, als erster christlicher Kaiser, in Jerusalem eine prachtvolle Kirche des heiligen Grabes auf- 10 führen; seine Mutter Helena wallfahrtete im hohen Alter dahin, und ihrem Beispiele folgten Viele während der römischen Herrschaft. Diese ward zuerst durch die Eroberungen des Königs von Persien, Kosroes II., unterbrochen, welcher auf einer Seite bis zum Hellespont, auf der andern bis nach 15 Aegypten vordrang, Jerusalem im Jahre 614 einnahm und ringsum Zerstörung verbreitete, bis es dem Kaiser Heraklius gelang, ihn zurückzuschlagen.

Von größeren Folgen war es, als die Feldherren des Chalifen Omar, Abu Obaida und Chaled, das Schwert 20 Gottes genannt, im Jahre 636 ganz Syrien eroberten und Jerusalem belagerten. Omar empfing persönlich die Schlüffel Jerusalems und sorgte gewissenhaft für die Erfüllung aller Versprechungen. Ungeachtet der höchsten Begeisterung für Muhameds Lehre verstattete der Chalif dennoch christlichen 25

Gottesdienst und stellte den Tempel wieder her, welchen Titus zerstört hatte.

Die Lage der Christen blieb aber nicht gleich zu den verschiedenen Zeiten des Chalifats: günstiger als je wurden 5 sie behandelt unter der Regierung Harun al Rafchids, denn sein Gemüth und seine Freundschaft für Karl den Großen verstatteten keinen Druck. Auch hatten die Araber damals die höchste Bildung erlangt, deren sie überhaupt fähig

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waren.

Haruns Söhne waren allerdings fähiger zu herrschen, als ihr Zeitgenosse Ludwig der Fromme; durch die von ihrem Vater angeordnete Theilung des Reiches entstanden jedoch, wie im karolingischen, innerliche Kriege und Schwächungen: auch die Herrschaft der Abbasiden nahte sich dem Unter15 gange. Neunzehn Chalifen dieses Stammes vereinten während 180 Jahren, von 750 bis 933 nach Christus, die weltliche und geistliche Herrschaft der arabischen Welt. Sie verloren allmählich die erste, weil dem Volke nicht mehr der heilige Krieg als höchstes Gesez Muhameds erschien, 20 sondern Reinlichkeit, Gebet, Almosen, Fasten und die Wallfahrt nach Mekka. Sie beförderten selbst die allgemeine Auflösung durch eine kraftlose Regierung und durch Eigennuß; sie bereiteten sich gefährliche Feinde, indem sie viele Landschaften dem besten Zahler verpachteten, welcher sich dann 25 nicht nach Willkür verdrängen ließ. Zuleßt sollten türkische Söldner die verlorene Macht wieder gewinnen helfen; allein das große Reich der Chalifen zerfiel: jeder Versuch einer neuen festen Begründung ward von eindringender Gewalt vereitelt, und die Geschichte der nächsten Jahrhunderte zeigt 30 in raschem Wechsel das Aufblühen und den Sturz von mehr als funfzig Herrscherstämmen.

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