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1" O am 15° 0 154 W| 14°51' 19"
2
14 58 0

51 27
4,
58 0

51 30
5
59 45

507
7
59 12

50 30
9
58 40

48 14
10
58 42

50 30
11
59 15

53 46
Mittag
59 50

55 55
1
15 0 5

57 49
1 30
08

57 36
2
0 3

58 12
3
14 59 53

55 48
59 30

53 40
9.
59. 4

52 41
10
59 22

51 56
12
15 0 0

51 30

Kämtz hat am angeführten Ort alle täglichen Declinationsånderungen, welche einen längern Zeitraum unfassen, zusammengestellt. Wir fügen dieser verdienstlichen Arbeit die Freiberger Variationen, die von 1828 bis 1830 16 Tage umfassen, bei.

Miltag

14 6

Franecker London ||Montmorenci Freiberg

Salem

Rio Janeiro 19°W+23°W+|| 19°W+

6°W+ 6°0+ 26',92 25,71 46ʻ,68 ||14' 3

24,12 39,03
1 28,11 27,36 48,03 114 48 25,78
2 28,89

27,38
48,45

27,15 38,37
3 29,04 25,89 48,55 ||13 27 27,00
4

28,25 23,13 48,20 ||10 26 25,95 37,04
5 27,12 20,86 46,78 10 8 24,43
6 26,31 19,20 43,82 9 0 23,32 35,70
7 25,43 17,92 42,33 8 4 21,92
8 24,67 17,52 41,12 7 36 21,18 || p. 35,38
9 24,23 17,23

7 6 20,90
10. 23,82
16,94
6 38 20,63

35,06
11
p 23,69
16,77

6 53 p 20,33 Mitternacht|| p 23,39 p. 16,00

6 26 p 20,10
p. 23,10 p 15,50

5 54 p 19,78
14
p 22,86
15,18 p 40,26

p 40,98 p 40,83 p 40,69 p 40,54 p 40,40

p 34,75

131

7 14 llp 19,57

p 34,68

Salem

Rio Janeiro

p 22,71

p 14,88

p 40,11

p 34,61

20

Franecker

11

London |Montmorenci||Freiberg 19°W +||23°W+ 19°W+

6°W+ 6°0+ 15

7' 32"!p 19,44 16 p 22,57 lp 14,36 40,30 7 7 p 19,36 17 p 22,42 lp 13,51 39,45 7 7 llp 19,25 18 22,14 12,61 39,60 7 17

19,02 34,54 19 22,36 12,35 39,63 6 18 19,12

22,21 12,73 41,10 5 4 19,15 35,43 21 22,56

p 14,44

42,62 6 5 20,47
22
23,50

16,91 44,30 8 22 21,25 36,30 24,99 22,45

11 35

22,77 Diese Werthe gehen hervor 1) aus van Swinden's 3jährigen Beobactungen zu Franecker

1771-1773, 2) aus Gilpin's zu London vom Septr. 1786 bis Debr. 1787, 3) aus Cotte's zu Montmorenci 1778 — 1'780, 4) aus Reich's zu Freiberg an einzelnen Tagen der Jahre

1828–1830, 5) aus Bowditch's zu Salem vom April 1810 bis Mai 1811,

6) aus Dorta's zu Rio Janeiro 1782-85. Die mit einem p versehenen Zahlen sind interpolirte.

23

45,37 ||11

Franecker

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Rio Janeiro

2,57

h

16,57

2,50

Zeitpunkt des westlichsten und östlichsten Standes der Nadel,

London ||Montmorenci|| Freiberg || Salem westlichst.

2°,40
1"

18,30 östlichster 19,43 19,13 17,00 20 18,00|| 1,00

Diese Werthe, mit Ausnahme der Freiberger, sind aus den Interpolationsformeln, welche Kämtz berechnet hat, ermittelt. In Rio Janeiro ist die Periode nur scheinbar umgekehrt; denn diese Stadt liegt in einer Breite, wo die Inclinationsnadel ihren Südpol zur Erde neigt, und an solchen Orten bewegt sich bekanntlich der Südpol der Nadel wie bei uns der Nordpol während des Tages.

Uebrigens bestätigen diese Zeitpunkte das obige Gesetz, in Folge dessen zu erwarten gewesen wäre, dass dieselben in London am frü- i hesten und in Rio Janeiro am spätesten eintreffen, nicht. Dieser letztere Ort ist deshalb von keinem besondern Gewicht, weil die Beobachtungen daselbst nur von 2 zu 2 Stunden angestellt worden, also für die vorliegende Frage nicht taugen. Was die andern betrifft, so würde, falls man die Beobachtungen sonst für richtig hält,

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folgen, dass die Wendestunden ausser von der Declination auch von lokalen Einflüssen bestimmt würden. Inzwischen wäre dann zu erwarten gewesen, dass, wie in Franecker und Salem der westlichste Stand später eintritt als zu London und Freiberg, dasselbe auch für den am meisten östlichen gelte. Diese Uebereinstimmung zwischen der Zeit des östlichsten und westlichsten Standes zeigte sich bei dem obigen Vergleich zwischen Freiberg .... Kasan; allein hier ist dies nicht der Fall, vielmehr tritt der östlichste Stand in Salem früher ein als in London u. Die Beobachtungen mögen also wohl nicht ganz sicher sein.

Natürlich steht es noch misslicher mit der Frage, auf welche Weise die Wendestunden von der Jahreszeit abhängen. Kämtz ist der einzige, der sich dieser Untersuchung für London und Franecker unterzogen, und mittelst Interpolationsformeln zu folgenden Resultaten gelangt ist:

S. W.

1

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Kämtz ist mit Recht der Meinung, dass aus diesen Zeiten nichts Sicheres zu schliesser ist. Zu verwundern ist das in so fern nicht, als man über die Abhängigkeit der Wendestunden von der Jahreszeit beim Thermometer auch nichts Sicheres weiss,

Aus den Beobachtungen zu Freiberg 1830-1832 an den Tagen, welche von Humboldt bestimmt worden, ergeben sich folgende Zeiten ') (die Nadel ist von 20 zu 20 Minuten abgelesen worden,):

h

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Stand der Nadel mittlerer Stand

Veränderung östlichster westlichst. Morgens Abends tägliche März 8" 20 1" 204 10" 424

11' 12,8"
Mai
8 20 1 20

9 58
8

12 41,6
Juni
7 20 1 40 9 58

7

12 58,8 August 7

1 20 9 31 5 20 12 21,2 September 7 20 1

9 38 5

11 25,8 November 8 20 1 40 10 1 5 40 8 37,8 December 7

unbestimmt 4 40 3 49,8 Während es hieraus scheint, als wenn die Wendestunden im Sommer früher eintreten als im Winter, lehren die Beobachtungen in Franecker das Gegentheil, und diejenigen in London zeigen den westlichsten Stand im Sommer früher, die Mittelwerthe später als im

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") Poggend. Ann. Bd. 31, pag. 97.
'. ,

Winter, und endlich dic Zeit des östlichsten Staudes von der Jahreszeit unabhängig.

Wir wollen diesen Abschnitt mit zwei Bemerkungen beschliessen. Poisson hat bekanntlich darauf aufmerksam gemacht, dass von den Sternen Wärme zur Erde gelangen könne, und die eigenthümliche Wärme der letztern daraus erklärt. Zugleich meint er, dass von verschiedenen Seiten des Sternenhimmels eine verschiedene Sternenwärme auf die Erde fallen könne, und er entwirft, dies thatsächlich zu prüfen, einen Versuch mit einem Thermometer im Brennpunkt eines Hohlspiegels. Sollte dies richtig sein, und die Verschiedenheit der Sternenwärme in dem Bereich des zu Messenden fallen, dann ist es gewiss, dass in den Variationen der Magnetnadel ausser der Periode eines Sonnentages noch eine des Sternentages enthalten sein muss, welche vielleicht, wenn dieser Gesichtspunkt die Beobachtungen leitet, aus ihnen gefunden werden kann. In der That nehmen wir an, dass es eine Region der wärmsten Sterne giebt, und dass dicselbe an einem gewissen Tage mit der Sonne culminirt, so wird sic den Tag darauf schon beinahe 4 Minuten früher im Meridian sein, und daher an der Declinationspadel ihre Periode für sich bedingen, die der von der Sonne herrührenden beständig voreilt.

Die zweite Bemerkung bezieht sich darauf, dass man dic Abhängigkeit der Wendestunden von der Declination, wahrscheinlich am sichersten, an einem und demselben Ort wird finden können, wenn man ausser der gewöhnlichen Declinationspadel noch eine zweite mittelst Tordirens des Fadens nach Osten oder Westen hin abgelenkt, beobachtet. Für diese zweite Nadel werden die Wendestunden nicht zu derselben Zeit eintreten, wie für die gewöhnliche, sondern zu derjenigen Zeit, welche der veränderten Declination entspricht. Der oben angestellte Vergleich zwischen Freiberg, Berlin, Nicolajew, Petersburg und Kasan lässt sogar voraussetzen, dass es keiner langen Beobachtungsreihe bedürfen wird, das Gesetz zu ermitteln, welches jene Zeitmomente mit der verschiedenen Stellung der Nadel gegen den Meridian verbindet.

In dem Abschnitte über den veränderlichen Pol (siehe im Folgenden wird gezeigt werden, dass durch dergleichen Beobachtungen an zweien Nadeln der Ort jeder störenden Ursache, mit Bezug auf den Horizont, berechạet werden kann. Diese zweite abgelenkte Nadel wird ausserdem noch mehrere eigenthümliche Resultate liefern; sie wird von Monat zu Monat, falls sie ungesälır von O. nach W.

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