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punkt der Nadel verändert haben mochten; jedoch sind dergleichən nur etwa in den Sommermonaten zu befürchten.

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Mittelwerth Zahl der Tage
1831 Februar
40* 16,5"

69
März
14,5

45
April
12,1

17
Mai
15,3

49
Juni
20,9

18
August 0,8

16 Septbr.

2,4

45
October
39. 59,5

41
Novbr. 44,2

23 Decbr. 49,9

44 1832 Januar

51,7

32
Februar 51,4

16
März
51,1

15
April 47,1

10 Der Drehungspunkt hatte sich im Juli oder August, wo die Beobachtungen durch die Cholera unterbrochen wurden, geändert, und wenn man dies berücksicht, so glaubt Kupffer, dass die unzerlegte Intensität vom April bis Ende September beständig abnimmt; von da ab nimmt sie wieder bis zum April zu. Die Monate November and Dezember zeigten wie in der Intensität auch in der Inclination Störungen.

Kupffer will ferner aus seinen Beobachtungen einen Einfluss des Mondes aus die Schwingungsdauer gefunden haben, und indem er die Mittel zur Zeit des Apogaeum und Perigaeum des Mondes und der Tage vorher and nachher zusammenstellt, ergiebt sich die Dauer während des Apogaeum im Mittel 40' 0,5“ Perigaeum

40' 1,5“, so dass also der Mond die Intensität schwächen würde. Kupffer schliesst daraus, dass die Magnetpole des Mondes dieselbe Lage haben, als die der Erde, weil sie sonst die Kraft nicht vermindern würden.

Zum Schlusse führt der Verfasser noch an, dass bei den unregelmässigen Bewegungen im Allgemeinen die Intensität zunimmt, wenn die Neigung grösser wird, während dies bei den regelmässigen Veränderungen umgekehrt ist, wo das Minimum der Intensität des Morgens zusammenfällt mit dem Maximum der Neigung. Das selbe fand auch A. Ermann während des Nordlichts am 7. Januar

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1831; hier nahm die Intensität mit der Neigung zu, und verminderte sich, wenn die letztere kleiner wurde ?). Kupffer bemerkt über dies Verhalten, dass die regelmässigen Veränderungen der Nadeln sich aus einer Veränderung der Lage des Magneten nicht erklären lassen, dass aber die angeführten Beobachtungen beweisen, die unregelmässigen Veränderungen seien eine Folge plötzlicher und augenblicklicher Verrückungen in den magnetischen Linien der Erdober

Wenigstens liesse sich so am besten die Gleichzeitigkeit dieser Erscheinungen auf sehr von einander entfernten Punkten der Erde erklären, und zugleich der entgegengesetzte Gang, den die Abweichungsnadel bei den unregelmässigen Störungen an Orten zeigt, welche in Bezug auf jene magnetische Linien eine entgegengesetzte Lage haben, wie z. B. Petersburg und Pecking.

Wenn es sich überall bestätigen sollte, dass bei den unregelmässigen Bewegungen die Neigung mit der Intensität zunimmt, so glaube ich, lässt sich dieser Gegensatz zwischen den unregelmässigen und regelmässigen Veränderungen so erklären, dass man sagt, die ersteren hätten ihren Grund auf der entgegengesetzten Seite des Meridians (in Amerika), die zweitern auf derjenigen Hälfte des Meridians, worauf der Beobachtungsort liegt. In der That, man denke sich einen Kreis gezogen, welcher den Meridian vorstellt, man bezeichne darauf den Pol und die Lage des Beobachtungsortes, und errichte auf dem letzter eine Linie parallel der Inclination. Diese letztere wird, wenn man sie bis zum entgegengesetzten Theil des Kreises verlängert, die Eigenschaft haben, dass, wenn in irgend einem ihrer Punkte eine Erkaltung eintritt, die Inclination dadurch nicht verändert werden wird, da die störende Ursache in der Richtung der Nadel selbst liegt. Dagegen wird durch diese Erkaltung sowohl die Intensität im Horizont als auch die unzerlegte verstärkt werden. Liegt die Erkaltung von dieser Linie entfernt und zwar nach dem Pole hin, so wird die Inclination abnehmen, die Intensität zunehmen; liegt sie dadagegen mehr nach dem Aequator hin, so wird die Inclination zunehmen, die Intensität ebenfalls. Aehnliches gilt, wenn man statt einer Erkaltung eine Erwärmung voraussetzt; nur wird dann jede Veränderung umgekehrter Art. Dieser Gegensatz zwischen Inclination und Intensität ist daher nicht schwierig abzuleiten. Zieht man ferner vom Beobachtungsort eine Linie durch den Mittelpunkt

?) Poggend. Ann. Bd. 22, pag. 544.

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des Kreises, so wird, falls eine Erkaltung irgendwo auf dieser Linie eintritt, die horizontale Intensitätsnadel dann gar nicht affizirt werden, dagegen werden sowohl die Inclination als die unzerlegte Intensität Veränderungen erleiden, ohne dass man jedoch a priori bestimmen könnte, welcher Art diese Veränderungen sein werden. Denn die angegebene Linie trifft Gegenden mit entgegengesetztem Magnetismus, und man müsste also noch näher angeben, welcher Magnetismus durchs Erkalten verstärkt wird, dann hat es keine Schwierigkeit. Endlich kann auch die Ursache der Störung so gedacht werden, dass dadurch die unzerlegte Intensität nicht verändert werde, aber wohl die horizontale Intensität und die Inclination; man braucht den Ort der Störung zu dem Ende nur in einer Linie anzunehmen, welche senkrecht steht auf der Neigung.

Ich habe eine Erkaltung oder Erwärmung als Grund der Störung angenommen, jedoch bleibt alles dasselbe, wenn man irgend eine andere Ursache annimmt; auch versteht es sich, dass nur der Einfachheit wegen der Ort der Störung in der Meridiansebene selbst angenommen worden.

Er kann eben so gut ausserhalb derselben liegen, und an den erwähnten Nadeln dieselben zusammengehörigen Erscheinungen hervorbringen.

Beobachtet man also eine Inclinationsnadel, ferner die Schwingungszeit derselben und drittens diejenige einer horizontal beweglichen Nadel, so ist es möglich 1) das zwei der Nadeln Veränderungen zeigen, die dritte, welche

es auch sei, aber nicht; 2) die Inclination kann zunehmen, die unzerlegte Intensität zuneh

men, die horizontale abnehmen; 3) die Inclination kann zunehmen, die unzerlegte Intensität zuneli

men, die horizontale ebenfalls zunehmen; 4) die Inclination kann zunehmen, die unzerlegte Intensität abneh

men, die horizontale abnehmen; 5) die Inclination kann abnehmen, die unzerlegte Intensität zu

oder abnehmen u. S. W. Alle solche Fälle sind auf die angegebene Weise leicht einzusehen.

d. Der horizontalen Erdkraft. Die ausgedehnteste Untersuchung über diesen Gegenstand haben Kreil und Della Vedova zu Mailand angestellt '). Sie beobach

1) Schuhmacher astron. Nachricht, 1837, No. 328.

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8h|

10-30- / Nacht

,056

,062

Aenderungen der teten täglich die Schwingungen eines mit einem Spiegel versehenen Magnetstabes, und erhielten folgende auf o reduzirte Dauer einer Schwingung: 212

1836 19b 30 211 / 231 01 1 h 4h

6b
Januar 22,116" 22,140 22,121" 22,109" 22,114" 22,110“ 22,114" 22,110" 22,115" 22,121"

Mittel
Febr.
,102 ,110 ,101 ,100 ,105 ,103 ,096

22,1171
März

,097 ,099

,106 ,097

,112 ,083 ,083 ,072 ,077

,103

,080 April ,065

,080 ,082 ,068

,088 ,063 ,058 ,056

,084

,053 Mai

,057 ,098 ,092

,066 ,077 ,077 ,069 ,058

,060

,060 Juni

,065 ,105 ,091

,077 ,077

,070 ,072 ,060 ,056

,074 Juli

,069 ,066 ,124

,079 ,117 -,098

,078 ,100 ,099 ,077 ,073

,075

,081
August ,140 ,132

,092 ,103
,132
,109 ,106 ,096

,096
Septbr.!! ,156

,109

,115 ,162 ,157

,116 ,140 ,122 ,132 ,126

,118 Octbr. 235 ,247

,118
,264

,120 22,119" 22,138" ,134
,236 ,223 ,219 ,229
Novbr. ,265 ,265

,222

,219
,263
,256

,217 ,220
,253 ,246

,230 Decbr.

,248 ,247

,245 ,254 ,265

,250 ,267 ,262

,248 ,254 ,258 ,250 253

,253 ,253 ,254 ,255 ,255

,256 205

,257 21b15 2.630 23h454 1 b 1b454 4630 6 7b30 9b15 11h Nacht

,124

,118

,224

Die überschriebenen Zeiten gelten für die ersten acht Monate, die unten befindlichen Zeiten für die übrigen vier.

Kreil will ebenfalls einen Zusammenhang der Schwingungsdauer mit dem Monde, allein einen andern wie Kupffer, mit dessen Phasen gefunden haben '). Er giebt an, dass in den ersten Monaten des Jahres die kürzeste Dauer auf die Zeit des Neumondes falle, dass aber während des Sommers und Herbstes die längste mit dieser Phase eintrete. Er bildet zu dem Ende Mittelwerthe von 5 5 Tagen, wie sie in der folgenden Tafel enthalten sind, wo NM. den Neumond bedeutet. Im September wurden die Beobachtungen an der schwingenden Nadel, anterbrochen.

Declination ||Schwingungs1836,

Mittel dauer Mittel

42 37,7

41,0

43 27,7 44 31,4 43 26,0

45 57,1

Januar 9-13 18°43' 30,4" || 22,0932"
14-18 34,0

,0824 NM
19-23

,0832 24-28

,0857 29-2

54,0

,0839 Februar 3-7

,0805 8_12

,0800
13_17

,0702 NM
18-22
45 20,7

,0890
23-27

6,4 ,0938 28-3

5,4 ,0821
März 4-8 44 55,1

,0669
9-13
45 35,9

,0666
14-18

,0518 NM 19-23

44,3 ,0508
24-28 47 2,9

,0649
29-2
46 58,4

,0587
April 3-7

,0660 8-12 44 37,2

,0615 13-17

,0554 NM 18-22 20,9 ,0463 23-27

,0678 28-2

,0855 Mai 347

55,9

,0794
8-12 50,4 ,0791
13-17
45 0,5

,0664 NM
18-22

,0687
23-27
45 22,4

,0822

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45 37,7

46 29,5

45 46,3 44 57,3

44 58,3

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