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Inhaltsübersicht.

Bedeutung der sogen. Monarchia Sicula und der apostolischen Legation

in Sicilien 1, 2 (vgl. S. 27 Note). Die daraus abgeleiteten Präten-

sionen der Fürsten und die Maßregeln der Päpste dagegen 2, 3. Ueber-

sicht des wissenschaftlichen Streites über die Frage, Literatur und allge-

meine Kritik derselben. Angabe der vorzüglichsten Quellen 4—6.

Erstes Kapitel. Die Kirche Siciliens bis zu ihrer Restauration durch die

Normannen

Gründung der Kirche in Sicilien und ihr Verhältniß zur römischen

bis in's achte Jahrhundert 7–11. Verbindung mit dem Patriarchat

von Constantinopel und Verhältniß zum griechischen Schisma 10, 11.

Unglückliche Lage und Verfall der Kirche unter der Herrschaft der Sa-

razenen 12, 13. Stellung der Päpste zu der wachsenden Normannen-

macht in Unteritalien 14, 15. Schlacht bei Eivitate. Investitur des

Herzogs Robert Guiscard mit Apulien, Calabrien und Sicilien durch

Nicolaus II., und ihre Bedeutung 16-19. Eroberung Siciliens durch

die Normannen und deren Verdienste um die Restauration der sicili-

schen Kirche 19–22. Belohnung des Grafen Noger durch Urban II.

mit dem vorgeblichen Legatenprivileg 23-25.

Zweites Kapitel. Das Diplom Urbans II.

Die Urkunde Urbans II. bleibt über drei Jahrhunderte unbekannt 25.

Uebersicht der kirchenpolitischen Lage Siciliens bis ins 16. Jahrhundert

26, 27. Veröffentlichung der Urkunde durch Luca Barberi 28. Auf die-

selbe stüßen die Könige ihre vorgebliche Legation 28, 28. Die Statthalter

wenden die Legatenberechtigung allseitig practisch an 30. Die Päpste

widersetzen sich 31, 32. Baronius greift die Monarchie wissenschaftlich

an 33. Gegenschriften und Regierungsmaßregeln gegen die Abhandlung

des Baronius 33, 34. Schrift des Nicolaus de Tedeschis, Bischofs von

Lipari, gegen die Monarchie (1715) 34. Stellung der römischen Curie

zu der Frage nach der Aechtheit und Integrität des Diplomes Urbans II.

und der Berechtigung der Monarchic 33-36. Einwürfe des Tedeschis und

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des Baronius gegen die Aechtheit und die Integrität der Urkunde 37–39.

Prüfung der aus der Chronologie 39–43, und der aus der Geschichts-

darstellung des Gaufrid Malaterra entnommenen Einwendungen 43—45.

Tragweite des vorgeblich durch Urban II. gewährten Privilegs 46, 47.

Untersuchung der übrigen Einwürfe gegen das Diplom 47-51. Be-
deutung der geistlichen Insignien, welche die Normannenfürsten trugen,
für die vorgebliche Legation 52. Die Urkunde des Papstes Pascha=
lis II. 53-55.

Drittes Kapitel. Der Entstehungsgrund der Monarchie

Das in den Urkunden Urbans II. und Paschalis' II. gewährte Pri-

vileg ist keine apostolische Legation, und kann nicht die Grundlage der

späteren Monarchie sein. Quellenbeweis hiefür 55–59. Eigentliche

Bedeutung der päpstlichen Concession 60--63. Die Päpste haben eine

eigentliche Legation niemals auf Laien übertragen 63-65. Unter-

suchung der Beweismittel für die Legation 66 ff. Ueber die vorgeb-

liche Sentenz des Abbas Panormitanus 66-68. Dolose Urkunden-

fälschungen in Sicilien 68, 69. Der Entstehungsgrund der Monarchie

liegt in den Usurpationen der kirchlichen Gewalt seit dem elften Jahr-

hundert und deren Behauptung durch die Fürsten. Beweis hiefür aus

der Geschichte 69-77.

Viertes Kapitel. Der geschichtliche Aufbau der Monarchie.

Stellung der Könige Roger II. und Wilhelm I. zur Kirche und zu

den Päpsten 77, 78. Wilhelm I. zwingt Hadrian IV.
zum Concordat

von 1156; die sogen. vier Capitel 79, 80. Clemens III. bestätigt

diese 80. Reform derselben durch König Tancred und Papst Cöle-

stin III. 81. Die Kaiserin Constanza ist genöthigt, auf die Capitel

zu verzichten 82, 83. Kaiser Friedrich II. erkennt den Verzicht an 84,

gewährt der Kirche die ausgedehntesten Freiheiten 84, 85. Jn der

späteren Legislation und practisch behauptet er die alten Reichsgewohn=

heiten 85, 86. Schilderung der trostlosen Lage der sicilischen Kirchhe

auf dem Concil von Lyon (1245) 86, 87. Stellung der beiden Söhne

Friedrichs, Manfred und Conrad, zur Curie 87. Die Fürsten aus

dem Hause Anjou bedrücken die Kirche 88, 89. Feindseliges Verhält-

niß zwischen den Päpsten und den aragonischen Herrschern, Peter I.,

Jacob und Friedrich II. 89, 90. Friedrich III. verzichtet auf die

Reichsgewohnheiten 91. Systematische Usurpation der kirchlichen Rechte

durch den König Martin I. 92, 93. Die castilianische Dynastie seit

1412. Verhältniß Alphons des Großmüthigen zu den Päpsten, sein

Absolutismus in kirchlichen Dingen 94-96. Systematische Uebersicht

der öffentlich-rechtlichen Stellung der Kirche in Sicilien. Stellung der

Prälaten im Reiche, im Parlamente, zum Könige 96, 97. Gerichts-

stand des hohen und niedern Clerus 97, 98. Kirchliche Real-Immu-

nität 98. Verhältniß der sicilischen Kirche zum römischen Stuhle; die

vier Capitel, besonders die Appellationen 99. Die Aemterverleihung,

umfassendes königliches Patronatsrecht, Conflicte mit Rom 100-102.

Die Erpectativen, Commenden und Pensionen 103-105. Die Spo-

lien und Erträge der vacanten Benefizien 105-107. Entstehung und

furchtbare Wirksamkeit des königlichen Exequatur 107-111. Resul-

tate der firchenpolitischen Entwicklung mit Rücksicht auf die Bildung

der Monarchia Sicula 111, 112.

Fünftes Kapitel. Die Verhandlungen über die Monarchie unter Pius V.

und Gregor XIII., und die jurisdictionellen Mißbräuche bis zur

Beit Clemens' XI. .

Einfluß des gegen 1510 entdeckten Diplomes Urbans II. Die Will-

für der Statthalter 112-114. Vorstellung der sicilischen Prälaten

auf dem Concil von Trient 115, 116. Die der Monarchie präjudi-

ziellen Beschlüsse des Concils werden in Sicilien nicht ausgeführt 117.

Die neue Bestimmung der Abendmahlsbulle gegen die Monarchie 117,

118. Mission des Cardinals Giustiniani nach Madrid wegen der

Monarchie 118-120. Mission des Cardinals Alexandrini 120–124.

Die Verhandlungen in Rom im J. 1574 und 1578-1581; Resul-

tate 124-129. Errichtung eines ständigen Tribunals der Monarchie

und Bestellung eines besondern Richters 129-130. Die von der

Monarchie usurpirte kirchliche Gewaltsphäre: die freiwillige Gerichts-

barkeit Visitationsrecht Aufsicht über die Orden exorbitante

Eingriffe in die innern Ordensangelegenheiten 131, 132. Eingriffe

in die bischöfliche Gewaltsphäre 132, 133. Die contentiöse Gerichts-

barkeit; die päpstliche (höchste) Jurisdiction ganz ausgeschlossen 133,

134. Die bischöfliche fast ganz vom Tribunal der Monarchie absor-

birt 134-137. In den höhern Instanzen richten Laien 138. Quelle

der Mißbräuche 139.

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Die Lage der Kirche unter Clemens XI. Edele Bestrebungen dieses

Papstes 157, 158. Eroberung der Insel durch die Kaiserlichen; Fort-

bestand des Tribunals der Monarchie 158. Aussicht zu einer Verein-

barung mit dem Kaiser unter Innocenz XIII. 158. Urtheil des

Cardinals Bartholomäus Pacca über Benedict XIII. und das ver-

werfliche Treiben des Cardinals Coscia und anderer Curialisten 159

-161. Stellung der ältern Cardinäle zu der Frage der Monarchie

161, 162. Breve Benedicts XIII. wegen Observanz der clementini-

schen Abolitionsbulle 162. Einleitung der Verhandlungen zur Ord-

nung der Jurisdiction Siciliens; der kaiserliche Agent Herzog Perelli

163. Schreiben des Papstes an den Kaiser und dessen Antwort 164,

165. Breve des Papstes an die sicilischen Bischöfe 166, 167. Die

zelantischen Cardinäle suchen dasselbe rückgängig zu machen; neues

Breve an die Bischöfe 167, 168. Weitere Instruction für dieselben

168. Concordatsverhandlungen; vermittelnde Rolle des Cardinals

Lambertini 168-172. Die Vereinbarungsbulle wird durch eine Con-

gregation von Cardinälen approbirt 173; der Papst unterschreibt sie

174. Schwierigkeiten von Seiten der zelantischen Cardinäle bei der

Expedition 175. Freude der Kaiserlichen; doppelte Beurtheilung der

Bulle Fideli" im Cardinalscollegium 176. Ist die Legation in der

Bulle anerkannt? 177-182. Inhalt der Bulle 182-185. Ihre

allgemeine Bedeutung und Fundamentalbestimmungen 185, 186.

Achtes Kapitel. Lage der Kirche beider Sicilien im 18. Jahrhundert.

Ungesehlicher Fortbestand der Monarchie. Neue Unterdrückung

derselben durch Pius IX. Die Bulle Suprema"

Verbreitung der gallicanischen Prinzipien (Giannone) und der Ma-

rimen der französischen und englischen Philosophen in Unteritalien;

ihre Consequenzen 187, 199. Carls VI. firchenfeindliche Tendenzen

und Forderungen 188. Die Bourbonen besteigen mit Carl III. den

Thron beider Sicilien; diplomatischer Bruch mit Rom 189. Friedens-

verhandlungen unter Clemens XII. 190. Concordat mit Bene-

dict XIV. (1741) 191. Die bourbonische Familienallianz 192. Der

Streit Clemens' XIII. mit den bourbonischen Fürsten wegen Par-

ma's und Piacenza's 192, 193. Destructive Legislation des Mini-

sters Tanucci und Usurpation aller kirchlichen Gewalt unter dem Titel

der Regalien 193–199. Zerstörung der Inquisition in Sicilien 196.

Geschichte der Verhandlungen zwischen Pius VI. und Ferdinand IV.

zum Zwecke einer Vereinbarung. Die Minister Sambuca, Caraccioli,

Acton 199–209. Verweigerung des Lehenstributes für beide Sici-

lien, und der Streit wegen des Prozesses über die Nichtigkeit der Ehe

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Geite

des Herzogs Maddeloni 205–207. Wurde im J. 1790 oder 1791

ein Concordat abgeschlossen? 209. Schicksal der Bulle „Fideli“. Die

Monarchie mit dem System der Mißbräuche besteht fort 209–221.

Die bourbonischen Fürsten oder ihre Statthalter usurpiren die litur-

gischen Ehrenrechte apostolischer Legaten 211, 212. Vorstellungen der

sicilischen Bischöfe an den König (1807) 222 f. Das Concordat von

1818 223-225. Königliche Erlasse über die Beobachtung der Bulle

„Fideli“ 226. Die Versammlungen der Bischöfe beider Sicilien in

Neapel und Palermo vom Jahre 1849 und 1850 227-229. Das

neueste sicilische Kirchenrecht 229 f. Breve „Jamdiu“ Gregors XVI.

231. Die Mission des (jezigen) Cardinals Bizzarri nach Neapel und

das Breve „Peculiaribus" Pius' IX. 231–233. Gestaltung der
kirchlichen Lage Siciliens unter der Dictatur Garibaldi's und dem
Könige Victor Emmanuel; Garibaldi spielt im Dome zu Palermo
den apostolischen Legaten 233–236. Ansichten und Vorschläge des
sicilischen Staatsrathes von 1860 über die kirchenpolitische Lage und
Gestaltung der Insel 236-238. Pius IX. abolirt das Tribunal
und alle wirklichen und vorgeblichen Privilegien, und ordnet die Ju-
risdictionsverhältnisse der Insel 239-242; excommunicirt den Rich-
ter der Monarchie. Die Regierung protestirt, hält das Tribunal
aufrecht und schüßt den Richter 242 f. Die große Bedeutung und
Tragweite der Bulle Suprema" 243, 244.

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