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RHENO-MOSELLANUS.

Urkunden Sammlung

zur Geschichte der Rhein und Mosellande, der Nahe:
und Ahrgegend, und des Hundsrückens, des
Meinfeldes und der Eifel.

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Urkunden vom VIII. bis zu Ende des XII. Jahrhunderts.

Coblenz, 18 2 2.

Gedruckt bei B. Heriot, Paradeplaß Nr. 454,

In Commission bei H. I. Hö l s ch e r.

Preis 2 12 Thaler Preuß. Cour,

15577,3

Ger. 6910.45

15 March 1882.

Gift of

Denman W. Ross, Ph. D.,

Cambridge

Seitders ich im Jahr 1805 dem in Koblenz aus meh; reren zusammengeseßten Archive des damaligen Rheinund Mosel-Departements vorgeseßet war, erbot sich mir die erwünschte Gelegenheit, ältere, der Geschichte anges hörige Urkunden fammlen zu können. Treu nach der Urschrift schrieb ich sie ab, und brachte chronologisch die Abschriften in ein Urkundenbuch. Damals hatte ich nicht die Absicht, die in einigen Jahren stark angewachsene Sammlung drucken zu lassen, nur sollte sie als Urfundenbuch dem Archive dienen. Unsere seit 1814 geänderte Lage wollte es anders. Nach der Wiedereroberung unseres Landes durch deutsche Waffen, ward unser bisheriges fran: zösisches Rhein und Mosel: Departement aufgelöset, ein königlich preußischer Regierungs: Bezirk des Großherzog thums Niederrhein an seine Stelle gesehct, und statt des ihm entzogenen kleinern Striches einiger Cantons: Be: zirke, ihm ein größerer auf der rechten Rheinseite zuges theilet. Von Ehrenbreitstein wandeste der, früher dort: hin gebrachte, größte Theil des ehemals kurtrierischen Ar:

chives wieder zurück. Beträchtlich ward hiedurch meine Urfunden: Sammlung vermehret, bereichert mit kostbaren Schäßen des grauen Alterthums, mit Urkunden der mitt: lern und jüngern Zeit, von jeher Eigenthum der Rheinund Mosellande. War sie bisher der Geschichte des Rhein und Mosel: Departements gewidmet, so sollte sie jekt jener des neuen Regierungs: Bezirkes dienen, und er: läutern sollte sie dieselbe im Ganzen sowohl, als in ihren einzelnen Bestandtheilen. Dieser Zweck konnte mich dann auch bestimmen, den wiederholten Aufforderungen zu folgen, manchen Alterthums: und Geschichts- Freunden, und dem gelehrten Publikum, Quellen mitzutheilen, zur speziellen vaterländischen sowohl, als allgemeinen deuts schen Reichsgeschichte. Getreu aus ihrer Urschrift theile ich sie mit, in lateinischer oder deutscher Sprache, wie fie ausgefertiget worden. Die Ueberschriften jedoch, die Bemerkungen, und die einem jeden Zeitalter vorgehende Geschichts- Uebersicht, habe ich, um das Werk gemein: nüßiger zu machen, in deutscher Sprache zu entwerfen zweckmäßig geachtet, und bin hierin, von unserem Herrn von Hontheim abweichend, dem Beispiele eines Krämer, Wenk und anderer gefolget. Bei jenen Urkunden nur, von deren beigefügten oder anhängenden Siegeln ich Ab: drücke liefere, habe ich statt des (L. S.) eine fortlaufende Nummer beigefüget, um anzuzeigen, zu welcher Urkunde das Siegel gehöre. Schon in anderen diplomatischen Werken abgedruckte Urkunden habe ich, soweit mir solche

bekannt waren, weggelassen, zum Faden unserer Ges schichte blos die Ueberschriften dieser Urkunden beigefekt, und das Werk angezeigt, wo sie zu finden sind.

Vorläufig erscheint blos der erste Band des Codex, die Sammlung nämlich der Urkunden vom achten bis zum dreizehnten Jahrhundert ausschließlich. Die fols genden, wovon jeder Band ein Jahrhundert ausmachen wird, können und werden dann erst erscheinen, wenn die Druckkosten des ersten Bandes durch hinreichende Abs nahme gedeckt seyn werden.

Dieses als Vorbericht, nun zur ältern Geschichtss Uebersicht.

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