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Das Recht der Uebersetzung in fremde Sprachen bleibt vorbehalten.

Vorwort.

Dieser Grundriss, ursprünglich nur für des Verfassers Zuhörer bestimmt (in dieser Gestalt erschien er zuerst im März 1869), hat, wie die in schneller Folge erschienenen Auflagen beweisen (die zweite vom September 1869, die dritte vom August 1872), dem von Vielen gefühlten Bedürfniss nach kurz gefassten thatsächlichen Angaben entsprochen. Die vorliegende vierte, gegen die dritte fast um das doppelte vermehrte Bearbeitung enthält nicht bloss die Nachweisungen der in den letzten sechs Jahren erschienenen Ausgaben lateinischer Schriftsteller und Schriften zur römischen Litteratur, sondern sie bringt auch zum ersten Mal durchweg Angaben über die handschriftliche Ueberlieferung und die älteren Ausgaben und Bearbeitungen. Denn bei dem fühlbaren Mangel einer übersichtlichen Vereinigung der auf allen Gebieten des philologischen Wissens sich stets weiter ausdehnenden Arbeiten wird es, besonders für angehende Gelehrte, immer schwieriger und zeitraubender, diese so nothwendigen Kenntnisse sich zu verschaffen. Die Kritik über Aufzunehmendes und Auszuschliessendes ist absichtlich so schonend wie möglich geübt worden, weil auch an sich Unbedeutendes nützen kann; oft sind Verweisungen auf Besprechungen und Uebersichten nur der leichteren Orientierung wegen hinzugefügt worden.

Auf die in Werken dieser Art nun einmal unvermeidlichen Nachträge und Berichtigungen (S. 325 ff. sei hier noch besonders hingewiesen. Sie sind so übersichtlich eingerichtet (auch im Register mit berücksichtigt), dass die Nothwendigkeit, an zwei Stellen des Buches nachsehen zu müssen, hoffentlich nicht allzu lästig fallen wird.

Auch diese neue Auflage verdankt, wie die früheren, einer Anzahl befreundeter Männer mannigfache Förderung. Vor allem hat M. Hertz in Breslau ihr mit zuvorkommender Bereitwilligkeit die fruchtbringendste Sorgfalt gewidmet. Ihm und den übrigen Allen werden mit dem Verfasser die Benutzer des Buches dafür dankbar sein.

Die englische Uebersetzung des eigentlich unübersetzbaren Buches (nach der dritten Auflage), deren Werth für englische Leser – besonders in den Nachweisungen aller englischen Uebersetzungen - nicht verkannt werden soll, ist ohne Vorwissen des Verlegers und des Verfassers veranstaltet worden. Für die vorliegende Ausgabe sind die gesetzlich möglichen Schritte zum Schutze des litterarischen Eigenthums gethan worden. Berlin, Juni 1878.

E. H.

Einleitung

$ 1. Begriff und Methode. 1. Zusammengehörigkeit des griechischen und römischen Alterthums.

2. Stellung der Litteraturgeschichte innerhalb der übrigen Disciplinen der classischen Philologie.

$ 2. Voraussetzungen.
1. Nationalität und Sprache.
2. Volkscharakter.

$ 3. Umfang und Eintheilung.

$ 4. Quellen.
1. Anfänge litterarischer Aufzeichnungen.

L. Aelius Stilo Praeconinus. Ser. Clodius.

I. A. C. van Heusde disquisitio de L. Aelio Stilone Ciceronis in rhetoricis magistro u. s. w.

Inserta sunt Aelië Stilonis et Servië Claudii fragmenta Utrecht 1839 8. Die Fragmente wiederholt von E. Egger Latini sermonis vetustioris reliquiae selectae (Paris 1843 8.) S. 3 ff. Vgl. unten § 45, 1.

2. M. Terentius Varro, seine Zeitgenossen und Nachfolger.
Vgl. unten §. 46, 5.
L. Cornelius Sisenna.

F. Ritschl de veteribus Plauti interpretibus (1839) Parerga S. 238 355 ff. Vgl. unten § 41, 9.

3. Ciceros litterarhistorische Schriften.
Vgl. unten $ 47, 3.

4. C. Suetonius Tranquillus de viris illustribus (vgl. unten § 97).

Hübner, röm. Litt. 4. Aufl.

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