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More's Death was of a piece with his Life. There was nothing in it new, forced or affected. He did not look upon the Severing of his Head from his Body as a circumstance that ought to produce any change in the Disposition of his Mind; and as he died under a fixed and settled Hope of Immortality, he thought any unusual degree of Sorrow and Concern improper on such an occasion, as had nothing in it which could deject or terrify him.

There is no great danger of Imitation from this Example .... I shall only observe, that what was Philosophy in this extraordinary Man, would be Frenzy in one who does not resemble him as well in the Cheerfulness of his Temper, as in the Sanctity of his Life and Manners.

Addison, Spectator. Vol. V. Nro. 349. pag. 119.

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more’s Geburt, Jugend, Deigung zu religiösen Untersuchungen, Hang zum Beschaulichen Leben, bis zum Entschlusse, dem Letztern zu

entsagen und der Welt zu leben.

1. Aeltern, Geburts - Jahr und Ort.

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Sir Thomas More stammte von einer achtbaren enga lischen Familie ab ). Sein Vater, der Ritter Sohn More, war ein höflicher, einnehmender, rechtschaffener und untadelicher Mann, voll Heiterkeit und Wiß, Eigens schaften, die sich im gesellschaftlichen Leben vielfach äußers ten 2); und obgleich John More das Weiber-Wähs len einem Griffe in einen Sad voll Schlangen, unter denen sich nur Ein Aalbefindet, zu vergleichen pflegte; so hatte er sich dennoch dreimal verheirathet. Seine erste Gemahlin, eine Tochter des Sir Handcomb von Holywell 3) in Bedfordshire, gebahr ihm einen Sohn, Thomas, und zwei Löchter, fohanna 4) und Elisabeth 5). John More scheint sich in früher Jugend dem Rechtsfache zugewendet, und mit ganzer Seele dem vaters ländischen Rechte angehangen zu haben, welches er als die Stufe zu hohen Aemtern betrachtete. Er selbst war in seinem Alter einer der Richter der König8-Bank. Diese Gesinnungen bestimmten auch feines Sohnes, des Thos mas More, künftige Laufbahn 6).

Das Jahr, in welchem Thomas More das licht der Welt erblicte, ist mit Gewißheit nicht anzugeben; auch über den Tag seiner Geburt wissen wir Nichts. Die eigentliche Quelle der Lebensgeschichte More's läßt dessen Geburts-Jahr und Tag unberührt, und die Zeits genossen scheinen sich um dieses Ereigniß wenig befümmert zu haben. Neuere Aussagen über diesen Punkt ers scheinen nicht genügend ?). Gewiß ist, daß More's Geburt in die leßten Jahre der Regierung Eduards IV. fält, und wir dürfen hier eher ein späteres, als früheres Jahr annehmen.

Englands Hauptstadt, London, ist des Sir Thomas Vaterstadt 8). Creuer, als das Jahr seiner Geburt, hat man uns den Ort derselben aufbewahrt, und so wissen wir, daß Thomas More in der Milchstraße geboren wurde 9).

Seine früheste Jugend schon ist, gleich jener der meis sten außerordentlichen Männer, von Schriftstellern, die sich durch eine lächerliche Vorliebe für das Wunderbare auszeichnen, mit ungewöhnlichen Vorfällen ausgeschmückt worden, welche dessen fünftige Größe andeuten sollten. Dahin gehört seiner Mutter Traum in der Hochzeit-Nacht, und seine Rettung aus Wassers - Gefahr 10).

An me r funge n.

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1) Epitaph. « familia non celebri sed honesta, , - Die Behauptung des Domenico Regi, More rey italienischer 46kunft, und zwar aus einem Geschlechte der Nobili von Venedig, ist ohne allen historischen Grund. S. Baumgarten, Nachrichten von merkw. Büchern II. p. 462. 463. Es bedarf wohl nicht erst deß Bes weises, daß der Name More, Moore u. f. w. in England schon in ältern Zeiten sehr häufig gewesen.

2) Dialogue on the Veneration etc. v. 1529. fol. XXXIX. b. col. 2. Every man ys at the choyse of hys wyfe etc. etc.

3) Biographia Brit. Vol. V. p. 3157. zu Nota A. Chamberlaine. More's Life of Th. More. teutsch ». Arnold. p. 5, 6.

4) An Ridard Staffreton verheirathet. Staplet. c. I. Chamberlaine.

5) An John Rastall, Pater des Richters, William Ra: ft all, verheirathet. John More's zweite Frau ist unbekannt, die dritte, Ulicia, Tochter John More's von Losely in Sur: rey, und Wittwe von ... Clerke. S. More

p.

7. 6) Ueber die richterliche Laufbahn des Sir John. Siehe Ho: linsbed, pag. 791. col. 2. zum J. 1504. Den 13. November ward im Pallaste des Erzbischoff von Canterbury zu Lambeth das Sergeants - feast gehalten, dem der König und alle reine Edlen beiwohnten. “ This feast was kept at the charge of ten learned men, newlie admitted to bee Sergeants to the Kings law, whose names were etc. Unter ihnen ist auch John More, wahrscheinlich des Sir Thoma8 Vater. Chamberlaine, läßt den John More 1505 Sergeant at Law werden, und 1518 Judge of the kings bench.

7) a) In seinem Briefe an Hutten d. d. 1519 nannte Eras.: mus More'n einen Vierziger. Dies würde More's Geburts - Jahr ins' s. 1479 reßen. Allein schon John Jortin, Life of Erasmus I. p. 174. giebt nach Thom. More's Life of Th. More das Jahr 1480, und die Note t. besagt, daß More's Geburt8 - Jahr ungewiß rey.

b) Roper, die Hauptquelle dyweigt gänzlich über das Jahr seiner Geburt, so wie über das Todesjahr, und das Ulter, als er bingerichtet wurde.

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c) Stapleton, giebt gleichfals kein Geburts - Jahr an; allein folgende Stellen geben, dem Wesen nach seine Meinung über dasselbe. A. Cap. I. p. 5. col. 2. beruft sich Staplet. auf eine Aeuße:

rung des Erasmus in einem Briefe an Th. More d. d. Ants werp. 26. April 1520, nach welcher More reine Epigramme vor mehr als 20 Jahren geschrieben hätte. Quo certe anno nonnisi dicimum septimum aetatis annum Morus attigerat. Die Richtigkeit des obigen Datums vorausgeseßt, wäre diesem

Ausdrude Stapletons zu folge, More 1483 geboren. B. Cap. IV. pag. 14. col. 1. versichert Stapleton, die Utopia

sėy nach More's Rückkehr von seiner Gesandschaft nach Flandern geschrieben worden, und More rey 34 Jahre alt gewesen. Die erste Edition der Utopia ist zu Löwen 1516 im December, 40. erschienen *). Dies gäbe das Jahr 1482 als More’s Geburt8 - Jahr. Im Widerspruche damit erscheint, was Stapleton gleich hierauf ragt: Passus est autem anno Domini 1535 et aetatis suae anno quiuquagesimo secundo,

welches das Jahr 1483 als More's Geburtsjahr giebt. C. Cap. VII. pag. 30. col. 1. berichtet Stapleton, More's

Gesundheit sey zur Zeit seiner Abdication nicht so sehr geschwächt gewesen, denn er habe nach seiner Abdankung ein Jahr lang verschiedene Werke geschrieben; auch habe er sich nicht in so vorgerüdtem Alter befunden, denn More habe das 50ste Jahr noch nicht zurückgelegt gehabt und sey etwas mehr als zwei Jahre nachher im Alter von nicht vollen 52 Jahren hingerichtet worden. Also 1483 wird auch hier

al& More's Geburts-Jahr angenommen werden müssen. D. Cap. XX. pag. 70. col. 2. Zwischen More's und des Kónigo

Alter, sagt Stapleton, rey kein gar so großer Unterschied und More um 7 Jahre älter gewesen. Heinrich VIII. war, nach Herbert pag. 2, den 28. Junius 1491 geboren, und starb, nach Herbert pag. 570, den 28. Januar 1547, 55 Jahre 7 Monate alt. Um die Zeit von More’s Hinrichtung (1535 Julius) war Heinrich VIII. 44 Jahre und wenige Tage alt. 7 von 1491 abgezogen, gäbe 1484. Dies steht im Widers spruch mit der frühern Angabe von More's Lebensalter zu 52 Jahren. Es durfte wohl statt septem, octo annis major natu stehen, 'wag nachher mit den Angaben A. und B. besser übereinstimmen würde.

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*) Panzer annal. typogr. VII. p. 261. nr. 29.

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