p. 59. rum, 1) So die Rotuli Parliam. p. 520. col. 1. und die Statutes of the Realm, II. p. 648. Das 19te Jahr Heinrich VII. beginnt den 21. August 1503 und geht bis zum 21. August 1504. Eröffnung des Parlaments am 25. Januar 1504. Siehe auch über Heinrichs VII. Regierungs - Jahre, l'art de vérifier les dates etc. Tom. VII. Paris 1818. p. 159. 2) Roper, p. 29. Nach ihm More, p. 40 42. Staplet. 13. col. 1. Biogr. Brit. p. 3158. Brit. Plutarch, I. 3) Pecuniae, quas Parlamentum regi concedit, vocantur subsidia. 4) Quindecima. Auxilii pecuniarii genus, auctoritate Parlamenti tantum concessum, sonans acsi esset decima quinta pars bono sed consuetudine in solutionem certam et longe minus gravem redactum. Bacons Geschichte Heinrichs VII. ed. Lugd. Batav. 1642. Siehe auch die in der Parliamentary history, II. p. 450 gegebene Erklärung der Fifteenth or Quinzieme. 5) Nach vielen Verhandlungen èndigten die Streitigkeiten mit Schottland durch eine Heirath zwischen König Jacob IV. und Mar: garetha, Heinrichs VII. ältester Tochter. Der Ehevertrag ist datirt, 24. Januar 1502. (Rymer, IV. p. 503.) Turner, IV. p. 146. cum notis 8 et 9. Margaretha war nur erst 12 Jahre alt, im Novbr. 1501; aber König Heinrich war laut Vertrag nicht verbunden, seine Tochter vor dem 1. Septbr. 1503 nach Schottland abzusenden. Hall, fol. LVI. a, berichtet zum XVIII. Jahr König Heinrichs VII., dieser habe seine Tochter am leßten Junius 1503 von Richmond nady Solyweston . begleitet. 6) Roper's Worte l. cit. und Staplet. III. 13. col. 1. Adhuc juvenis, quum juri municipali operam daret. 7) Staplet. 13. col. 1. 9) Richard Whitford, derselbe, dem Erasmus seinen Tys rannicida dedicirte. Er verließ die Welt und alle Aussichten auf Beförderungen, ward Brigitter - Mönch im Kloster Sion bei Bren: ford in Middlesser, und nannte sich in seinen Schriften «the wretch of Sion , Roper, pag. 30. not. Biogr. Brit. p. 3158. not. k. More, 42. Fernere Nachrichten über Whitford in Knights Leben des Erasmus, übers. von Arnold, p. 64, 65. 10) Eigentlich xxxj M. vi om S. vii D., fo viel beträgt die Total- Summe in den Rot. Parl. VI. p. 542, und Stat. of the Realm II. 682. 11) Stat. II. p. 675. 12) More's Brief an Erasmus d. Londino 1510. More gefiel fich in seinem Amte als Sherif von London sowohl, daß er es jedem andern und bessern vorzog, selbst dem föniglichen Dienste. Einen Jahresgehalt, den ihm der König auswerfen wollte, wieß er darum zurück, weil sein Gewissen nach Annahme desselben ihm nicht erlaube, länger in seiner Stelle zu verharren. Erasm. opp. III. I. p. 222. A. Mori opp. p. 308 - 310. (Beilage C. und D.) 9. More in der Zurückgezogenheit. Den Wirkungen der königlichen Ungnade sich zu entzie: hen, hatte More für den schlimmsten Fall eine Reise in das Ausland beschlossen, auch vollführte er wirklich seinen Plan, aber erst nadidem er vorher im Vaterlande selbst eine Zufluchtsstätte gefunden hatte, wo er, ausschlieBend den Wissenschaften und der Andacht lebend, vier Jahre hindurch sich aufhielt '). Dies Asyl war die Karthause zu london. Wo hätte er in damaliger Zeit sicherer vor den Gewaltstreichen der Tyrannei seyn mös gen, als in der Einsamkeit des Klosters? Dorthin zog ihn, außer der drohenden Gefahr, seine Verachtung der Welt und ihres Treibens, welche sicher durch das Ereigniß der Opposition und ihre nachtheiligen Folgen für More's Vater einen starken Zuwachs erhielt: fern von der Verdorbenheit der brittischen Hauptstadt fonnte er in flösterlicher Abgeschiedenheit zu seinen literarischen Beschäftigungen zurückkehren, die durch das Rechtsstudium so sehr in den Hintergrund gedrängt worden waren. Mit verdoppeltem Eifer, den keine Pflichten des Ordensgelübdes – welches er nicht abgelegt ?) - störten, wurden sie jeßt wieder betrieben, nicht blos die gewohnten und nie unterlassenen Uebungen in den klassischen Sprachen wurden fortgeseßt, sondern auch die Muttersprache ferner ausgebildet, die französische aber theils durch eignes Studium, theils durch den Umgang mit Solchen, die sie fertig und richtig sprachen, eifrig erlernt 3). Dieser neue wissenschaftliche Erwerb ist ihm nachmals bei seinen Gesandtschaften von großem Nußen geworden. Er durchlas begierig alle Geschichtschreiber, die er bekommen fonnte, die klassischen so gut, wie die englischen Chronisten, wobei ihm sein ausnehmend gutes Gedächts niß die besten Dienste that 4). Der Impuls zu seinem später gefertigten Geschichtswerke 5) mag wohl durch diese historische Lecture gegeben worden seyn. Auch die früher zu Orford mit Erfolg gepflogenen mathematischen Wissenschaften, Arithmetik, Geometrie und Astronomie wurden in der Muße des Klosterlebens wieder geübt und weiter ausgebildet 6). Zur Erholung strich More die Violine 7). Es versteht sich, daß er in seiner Zurückgezogenheit von jener Strenge nicht abwich, welche er zur Bändigung aufrührerischer Leidenschaften und einer üppigen Natur 8) für nöthig erachtet hatte. Hier, mehr als anderswo und vordem konnte er sich in die Liefen frommer Betrachtungen hinabsenken und seinen Geist in der Verachtung alles Irdischen zu bestärfen suchen, so, daß allmählig in ihm der Gedanke erwachyte; ob es für sein geis stiges Heil nicht besser sey, anstatt zu den Verführungen der Welt zurückzukehren, sein Leben innerhalb geheiligter Mauern seinem Schöpfer und den Wissenschaften zu weihen? Ein so wichtiger Schritt erheischte reife Ueberlegung und Zuziehung seiner Vertrauten, vor Allen, feines Beichtvaters, des Decan John Colet's 9). More mußte diesen Mann noch auf der Universität Orford kennen gelernt haben; denn zu Anfang des Jahres 1498 hielt Colet, von seinen Reisen zurückgekehrt, an jener Hochschule Vorlesungen über die Briefe des heis ligen Paulus 10). Des Decans Neigungen und Anlagen schienen nichts weniger als verträglich mit dem Zwange, welchen das fatholische Priesterthum auferlegt; denn er war hochfahrenden und stolzen Geistes, zu Ausschweifungen in der Liebe und alen sinnlichen Genüssen, zu vielem Schlaf, zu Scherz und Muthwillen aufgelegt. Auch die Wurzel alles Uebels, der Geiz, konnte an ihm bemerkt werden '1). Alle diese schlimmen Anlagen bekämpfte er durch Philosophie und fromme Beschäftigungen, durch Wachen, Fasten und Gebete auf eine solche Weise, daß er sein gans zes Leben hindurch von der Befleckung der Welt sich rein erhielt und, wie Erasmus aus dessen vertrauten Umgange entnehmen konnte, seine unverleşte Keuschheit bis zum Tode bewahrte. Spuren seiner natürlichen Neigungen zeigten sich demungeachtet bei Gastmälern, in scherzender Unterhaltung mit geistreichen Personen oder mit Frauen. Deshalb hütete er sich vor den gefährlichen Reizungen der Stadt und des Hofes. Streng gegen sich selbst, war er es auch gegen andre, vorzüglich gegen den Uebermuth der Jugend, die gedemüthigt und zur Härte gewöhnt werden müsse 12). Obgleich Colet die Verdorbenheit der Klöster vom Herzen haßte, so hegte er dennoch den Wunsch sich von der Welt abzusondern und in ein solches Kloster zu gehen, in welchem man nach den Vorschriften des Evans geliums leben könnte 13). Auch sprach er sich entschieden für würdevollen Glanz des öffentlichen Gottesdienstes aus 14). Der Rath und das Beispiel eines so tugendhaften Mannes, wie Colet, blieb sicher nicht ohne gesegnete Wirkungen auf More, der ihn zum Beichtvater gewählt hatte 15). Wer hätte ihm sowohl im vertrauten Umgange als durch öffentliche Ranzel - Vorträge bessere leh |